Daniil Medwedew musste die erste 'Double Bagel'-Niederlage (6:0, 6:0) seiner ATP-Karriere hinnehmen und verlor in nur 50 Minuten gegen Matteo Berrettini in der Runde der letzten 32 beim Monte-Carlo-Masters. Die Nummer 10 der Welt gewann nur 17 Punkte und leistete sich 27 unerzwungene Fehler. Zu Beginn des zweiten Satzes zerstörte er aus Frust siebenmal seinen Schläger, was bei Spielern und Experten für Aufsehen sorgte.
Nach einer starken Formkurve mit dem Erreichen des Finales von Indian Wells (Sieg gegen Carlos Alcaraz im Halbfinale) sowie den Titeln in Brisbane und Dubai, hatte der 30-Jährige auf Sand große Probleme. Auf diesem Belag weist er mit nur einem ATP-Titel (Italian Open 2023) und einem Einzug ins Viertelfinale der French Open 2021 eine durchwachsene Bilanz auf. In Monte Carlo sind seine Ergebnisse gemischt: Halbfinale 2019 (mit Siegen über Djokovic und Tsitsipas) und Viertelfinale 2023 stehen jüngeren Ausrastern gegenüber, wie etwa Strafen im Jahr 2024. Berrettini, der mit einer Wildcard antrat, feierte seinen ersten Sieg über Medwedew und verbesserte damit seine Siegquote auf Sand auf 71 %. Durch die Niederlage wackelt Medwedews Platz in den Top 10, da Alexander Bublik nur 265 Punkte Rückstand hat. Sein nächstes Turnier ist das Madrid Masters ab dem 22. April. Der Ausraster löste unterschiedliche Reaktionen aus. Valentin Vacherot aus Monaco, die Nummer 23 der Welt, erreichte das Viertelfinale (nach Siegen über Cerundolo 5:7, 6:2, 6:1; Musetti 7:6, 7:5; Hurkacz 6:7, 6:3, 6:4) und trifft dort auf Alex de Minaur. Zum Thema Schlägerzertrümmern sagte er: 'Was auch immer passiert, ich werde meinen Schläger nicht zerbrechen... ich habe höchstens mal gegen die Handtuchbox getreten.' Wie Nadal (keine Schlägerzertrümmerung in 1.300 Matches), Sinner und Ruud setzt er auf Selbstbeherrschung. Jamie Murray nannte den Vorfall bei Sky Sports 'schockierend' und fügte hinzu: 'Er wird sich ziemlich schämen.' Brad Gilbert warnte auf X vor der Gefahr für Zuschauer durch umherfliegende Schlägerteile.