Meta beendet Sama-Vertrag wegen Prüfstandards für smarte Brillen, über 1.100 Arbeitsplätze in Kenia fallen weg

Meta hat seinen Outsourcing-Vertrag mit dem kenianischen Unternehmen Sama zum 30. April 2026 beendet, wodurch über 1.100 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren haben. Der Schritt folgt auf Berichte im Februar und eine Sammelklage im März, in denen Sama-Mitarbeitern vorgeworfen wurde, sensible Videoaufnahmen von Metas Ray-Ban-Smart-Glasses ohne ausreichende Datenschutzvorkehrungen gesichtet zu haben. Sama weist die Anschuldigungen zurück, während die kenianische Datenschutzbehörde ermittelt.

In Fortführung der Datenschutz-Kontroverse um die Ray-Ban-Smart-Glasses von Meta ist der Outsourcing-Vertrag des Unternehmens mit dem in Nairobi ansässigen Unternehmen Sama am 30. April 2026 ausgelaufen, was zum Verlust von über 1.100 Arbeitsplätzen in Kenia führte. Meta begründete dies mit dem Versäumnis von Sama, operative Standards einzuhalten; eine Entscheidung, die bereits Anfang April bekannt gegeben wurde.

Die Beendigung geht auf einen schwedischen Medienbericht vom Februar 2026 und eine anschließende Sammelklage in den USA zurück. Darin wurde enthüllt, dass Sama-Mitarbeiter verstörende Nutzeraufnahmen – darunter intime Momente und Szenen aus Badezimmern –, die von den KI-gesteuerten Brillen aufgenommen wurden, ohne angemessene Einwilligungsschutzmaßnahmen annotierten.

Sama weist die Behauptungen von Meta entschieden zurück, betont die vollständige Einhaltung aller Sicherheits-, Qualitäts- und Betriebsstandards und merkt an, dass es zuvor keine formelle Benachrichtigung über etwaige Probleme gegeben habe. Arbeitsrechtsaktivisten, wie die Africa Tech Workers Movement, argumentieren, dass das Auslaufen des Vertrages darauf abziele, die Kritik an der menschlichen Arbeit beim KI-Training zu unterdrücken.

Das Office of the Data Protection Commissioner (ODPC) in Kenia hat eine Untersuchung zu möglichen Datenschutzverletzungen im Zusammenhang mit der Datenverarbeitung der smarten Brillen eingeleitet. Meta betont sein Engagement für den Schutz der Privatsphäre der Nutzer und erklärt, dass jegliche Inhaltsprüfung mit deren Zustimmung erfolge, um Produktfunktionen zu verbessern.

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