Präsident Javier Milei bezeichnete den Ökonomen Emmanuel Álvarez Agis als 'Dieb', weil er einen 10-prozentigen Steuer auf Bargeldabhebungen vorschlug, um Steuerhinterziehung zu bekämpfen. Álvarez Agis, ehemaliger stellvertretender Minister unter der Regierung von Cristina Kirchner, argumentierte, die Maßnahme würde elektronische Zahlungen und die Formalisierung von Unternehmen fördern. Milei verglich die Idee mit einem legalisierten Raubüberfall auf seinem X-Account.
Der Ökonom Emmanuel Álvarez Agis, Leiter der Beratungsfirma PxQ und ehemaliger stellvertretender Wirtschaftsminister in den letzten zwei Jahren der Regierung von Cristina Fernández de Kirchner, schlug vor, die Nutzung von Bargeld zu besteuern, um Steuerhinterziehung zu reduzieren. In Interviews mit El Destape und Modelo para Armar erklärte er es als 'Stock-und-Karotten'-Ansatz: Der 'Stock' würde Bargeld besteuern, um seine Nutzung zu entmutigen, während die 'Karotte' ein einfacheres, günstigeres 'Geschäfts-Monotributo' für Geschäfte wäre, um die Formalisierung zu erleichtern.
Álvarez Agis illustrierte: 'Ich denke, wir müssen eine Steuer auf Bargeld erheben, damit der Verbraucher das Unternehmen zur Legalisierung drängt. Ich gehe zum Geldautomaten, stecke 1000 $ ein und bekomme 900 $ heraus.' In seiner Sicht würde dies der AFIP ermöglichen, Transfers an Unternehmen besser zu überwachen, wobei virtuelle Wallets als Quellensteueragenten fungieren, ähnlich wie Tankstellen für Kraftstoffsteuern.
Der Vorschlag entstand inmitten von Debatten über die Steuerreform, die die Regierung von Milei ab dem 10. Dezember vorantreiben will. Präsident Javier Milei reagierte jedoch scharf auf seinem X-Account und zielte auf Álvarez Agis ab, der auch stellvertretender Minister unter Axel Kicillof war. 'Kirchnerist = Dieb. Der, der stellvertretender Wirtschaftsminister unter Kicillof war, schlägt offen vor, 10 % deines Einkommens für Konsum zu stehlen. Sie denken nie daran, Ausgaben zu kürzen, sondern nur daran, wie sie mehr einnehmen können, um zu entscheiden, wie viel und wofür sie dein Geld ausgeben', schrieb Milei.
Der Präsident teilte auch Kritiken von Verbündeten und nannte die Idee 'völligen Unsinn', verglich sie mit einem Dieb, der 10 % am Geldautomaten-Ausgang raubt. Milei detaillierte keine alternativen Maßnahmen aus seiner Reform zur Bekämpfung der Hinterziehung, sondern konzentrierte sich auf persönliche und politische Angriffe gegen Álvarez Agis.