Südafrikas Polizeiminister Senzo Mchunu befahl am 31. Dezember 2024 die Auflösung des Task-Teams für politische Morde, trotz seines Erfolgs bei der Aufklärung politisch motivierter Morde. Dieser Schritt, als administrative Anpassung beschrieben, zieht Kritik an, weil er effektive interagenturliche Zusammenarbeit untergräbt. Kritiker argumentieren, dass er veraltete Führung in einer Zeit komplexer Kriminalitätsherausforderungen widerspiegelt.
Das Task-Team für politische Morde (PKTT) operierte über fünf Jahre als koordinierte Struktur, die den South African Police Service (SAPS), die Hawks, die National Prosecuting Authority und den Crime Intelligence einbezog. Es erzielte hohe Fallauflösungsraten, klärte komplexe politische Attentate auf, schützte Whistleblower und förderte die Zusammenarbeit zwischen Agenturen, die für territoriale Konflikte bekannt sind. Als Matrix-Organisation beschrieben, betonte es geteilte Führung, Echtzeit-Informationsaustausch und adaptive Problemlösung statt starrer Hierarchien.
Am 31. Dezember 2024 erließ Minister Senzo Mchunu einen Befehl zur Auflösung des PKTT ohne vorherige Information, Konsultation oder Warnung. Er rechtfertigte die Entscheidung damit, dass das Team nicht im Organigramm des SAPS verzeichnet war und sein Budget an die Provinzen umgeleitet werden sollte für sichtbare Polizeiarbeit. Mchunu sagte einem parlamentarischen Ad-hoc-Ausschuss, er würde das Team nicht treffen, da „es eine solche Struktur im SAPS nicht gibt“. Sein Stellvertreter Cassel Mathale hielt den Auflösungsbrief zunächst für einen Schwindel und wies auf das Fehlen jeglicher Leistungsüberprüfung oder Übergangsplans hin.
Der Zeitpunkt weckte Verdacht. In den Wochen zuvor hatte das PKTT politisch verbundene Verdächtige festgenommen und sensible Akten wiedereröffnet. Lieutenant General Nhlanhla Mkhwanazi zeugte, dass 121 Akten abrupt aus dem Team entfernt und anderswohin transferiert wurden, erst Monate später nach Mchunus Beurlaubung zurückgegeben. ANC-Fraktionschef Mdumiseni Ntuli fragte im Parlament, wie das Ministerium den Abbau eines funktionierenden interdisziplinären Teams rechtfertigen könne, und erhielt keine klare Antwort von Mchunu oder Mathale.
Der Artikel hebt internationale Parallelen hervor, wie die National Crime Agency im Vereinigten Königreich interdisziplinäre Teams für organisierte Kriminalität einsetzt und Italiens Anti-Mafia-Einheiten Staatsanwälte und Geheimdienste integrieren. Er argumentiert, dass politische Attentate aus systemischer Korruption entstehen, nicht aus Straßenkriminalität, weshalb der intelligence-getriebene Ansatz des PKTT essenziell ist. Professor Kosheek Sewchurran, der Autor, kritisiert die Entscheidung als bezeichnend für eine Führung, die bürokratische Kontrolle über Innovation und Kompetenz stellt.