Der indische Premierminister Narendra Modi besuchte am Sonntag Göteborg, um eine strategische Partnerschaft mit Schweden zu begründen. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf Klima, Raumfahrt und Sicherheit mit dem Ziel, den wirtschaftlichen Austausch innerhalb von fünf Jahren zu verdoppeln.
Die Partnerschaft wurde auf einer Pressekonferenz mit Premierminister Ulf Kristersson und der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen vorgestellt. Der Aktionsplan umfasst Sicherheitsfragen, digitale Entwicklung, grüne Transformation und Raumfahrt. Ein gemeinsames Zentrum für Wissenschaft und Technologie wird eingerichtet.
Schweden und Indien werden bei einer Raumsonde zur Erforschung der Venus zusammenarbeiten, deren Start für 2028 geplant ist. Zudem wird das Panzerabwehrhandwaffen-System Carl-Gustaf in Indien produziert. Das zugrundeliegende Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien soll schätzungsweise 23.000 Arbeitsplätze in Schweden schaffen.
Modi wurde mit kulturellen Darbietungen empfangen und von Kronprinzessin Victoria mit dem Nordstern-Orden ausgezeichnet. Er sah sich zudem vor der World of Volvo mit Protesten von Sikhs konfrontiert. Kristersson räumte unterschiedliche Ansichten in Bezug auf Russland ein, betonte jedoch Indiens Verhandlungsbereitschaft.