Der erste stellvertretende russische Ministerpräsident Denis Manturow traf sich in Neu-Delhi mit führenden indischen Politikern, darunter Premierminister Narendra Modi, und bot vor dem Hintergrund regionaler Spannungen verstärkte Lieferungen von Öl, Erdgas und Düngemitteln an. Die beiden Seiten erörterten eine verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Energie und Düngemittel. Russische Unternehmen hätten die Kapazität, die Lieferungen von Öl und Flüssigerdgas (LNG) auf den indischen Markt stetig zu erhöhen, so die russische Botschaft.
In Neu-Delhi traf der erste stellvertretende russische Ministerpräsident Denis Manturow am Donnerstag mit Premierminister Narendra Modi, Außenminister S. Jaishankar, dem nationalen Sicherheitsberater Ajit Doval und Finanzministerin Nirmala Sitharaman zusammen.
Modi teilte in den sozialen Medien mit, dass er und Manturow eine "für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Düngemittel, Konnektivität und zwischenmenschliche Beziehungen" erörtert hätten. Er lobte die Bemühungen zur Umsetzung der Ergebnisse des Indien-Russland-Gipfels während des Besuchs von Präsident Wladimir Putin in Neu-Delhi im Dezember 2025. Jaishankar erklärte, die beiden Seiten hätten sich auf die bilaterale Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Industrie, Energie, Düngemittel, Konnektivität und Mobilität konzentriert und gleichzeitig Möglichkeiten in den Bereichen Technologie, Innovation und kritische Mineralien ausgelotet.
Die russische Botschaft erklärte, dass russische Unternehmen "die Kapazität haben, die Lieferungen von Öl und Flüssigerdgas auf den indischen Markt stetig zu erhöhen". Die Lieferungen von Mineraldüngern nach Indien seien bis Ende 2025 um 40 % gestiegen, wobei ein gemeinsames Projekt zur Produktion von Carbamid in der Entwicklung sei.
Indien ist aufgrund der Schließung der Straße von Hormus durch den Nahostkonflikt, der durch israelische und US-Angriffe auf den Iran ausgelöst wurde, mit Unterbrechungen bei den Energie- und Düngemittellieferungen konfrontiert. Russland ist nach einer Ausnahmegenehmigung der US-Sanktionen Indiens größter Energielieferant geworden. Manturow hob die Zusammenarbeit im Bereich der Kernenergie hervor, wobei die Reaktoren des Kernkraftwerks Kudankulam im Zeitplan lägen. Indien hat kürzlich den Erwerb von fünf weiteren S-400-Luftabwehrsystemen aus Russland genehmigt.