Russlands Präsident Wladimir Putin hat seinen ersten zweitägigen Besuch in Indien seit Beginn des Ukraine-Kriegs abgeschlossen. Die Reise führte zu 19 Abkommen in den Bereichen Energie, Handel, Nuklear und Verteidigung. Sie unterstreicht die Stärkung der Partnerschaft trotz US-Druck.
Russlands Präsident Wladimir Putin traf am 4. Dezember 2025 in Neu-Delhi ein, sein erster Besuch in Indien seit Beginn des Ukraine-Kriegs. Premierminister Narendra Modi hieß ihn am Flughafen an jenem Donnerstagabend willkommen. Am Freitag fand ein zeremonieller Empfang und eine Wachablösung im Rashtrapati Bhavan statt, gefolgt von bilateralen Gesprächen, bevor Putin spätabends nach Moskau abreiste.
Der Besuch führte zu 19 Abkommen, die die Beziehungen in Energie-Sicherheit, wirtschaftliche Zusammenarbeit und strategische Partnerschaft stärken. Russland versicherte ununterbrochene Lieferungen von Rohöl, Erdgas und Petrochemikalien an Indien, trotz US-Strafzölle von 25 Prozent auf solche Käufe. Die zivile Nuklearzusammenarbeit wird ausgebaut, wobei Russland bei kleinen modularen Reaktoren (SMR) und schwimmenden Kernkraftwerken hilft. Indien strebt 100 Gigawatt Kernenergie bis 2047 an, von aktuell 8 Gigawatt.
Das bilaterale Handelsziel liegt bei 100 Milliarden Dollar bis 2030, von 69 Milliarden Dollar Stand März 2025. Der aktuelle Handel zeigt ein großes indisches Defizit – 5,39 Milliarden Dollar Importe aus Russland gegenüber 0,41 Milliarden Dollar Exporte. Russland bietet bis zu 1 Million Arbeitsplätze jährlich für Inder an, um seinen Arbeitskräftemangel zu bekämpfen. Die verteidigungstechnische Koproduktion wird betont, ähnlich wie bei der BrahMos-Rakete. Die Raumfahrtkooperation umfasst bemannte Missionen, Navigation und Triebwerksentwicklung.
Beim Staatsbankett, das Präsidentin Droupadi Murmu ausrichtete, sprach sie von der 'Ganga-Volga'-Freundschaft und lobte kulturelle Bande, wie zwischen Gandhi und Tolstoi. Murmu sagte: 'Unsere Kulturen haben eine jahrhundertealte Verbindung.' Putin bemerkte: 'Die Gespräche mit indischen Freunden waren wirklich konstruktiv', und hob Themen wie Politik, Sicherheit, Wirtschaft und andere hervor. Putin unterstützte Indiens ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat und die BRICS-Vorsitzschaft 2026. Die Antiterroskooperation und Rupien-Rubel-Handel (bereits 96 Prozent) werden ausgebaut. Der Internationale Nord-Süd-Transportkorridor (INSTC) verbindet Mumbai mit Tschabahar und verkürzt die Transitzeit von 30-35 auf 20-25 Tage.