Die japanische Premierministerin Sanae Takaichi traf ihren indischen Amtskollegen Narendra Modi auf den Rändern des G20-Gipfels in Johannesburg, Südafrika, und vereinbarte eine Vertiefung der Zusammenarbeit in Sicherheit, Wirtschaft und Investitionen. In ihrer Rede betonte sie die Aufrechterhaltung der internationalen Ordnung inmitten mehrerer Krisen und bekräftigte die Unterstützung für die Ukraine. Eine herzliche Umarmung mit der italienischen Premierministerin Giorgia Meloni unterstrich die persönliche Diplomatie.
Der G20-Gipfel in Johannesburg, Südafrika, vom 23. bis 24. November 2025 sah die japanische Premierministerin Sanae Takaichi aktive Diplomatie betreiben. Am Samstag, dem 23. November, hob Takaichi in ihrer Rede die multiplen Krisen der internationalen Gemeinschaft hervor und verurteilte die russische Aggression gegen die Ukraine als „empörende Tat, die die Grundfesten der internationalen Ordnung erschüttert“. Sie fügte hinzu: „Es ist wichtig, einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine zu erreichen“, und drückte Japans Entschlossenheit aus, die starke Unterstützung für das Land fortzusetzen.
Takaichi forderte auch die Realisierung eines freien und offenen Indo-Pazifiks als Teil ihrer diplomatischen Strategie. Unter Berücksichtigung der US-Zollpolitik erklärte sie ihr Engagement für die Entwicklung „einer regelbasierten, freien und fairen internationalen Wirtschaftsordnung“. Sie bezeichnete die Welthandelsorganisation als Kern des multilateralen Handelssystems und fügte hinzu, dass Japan „aktiv beitragen“ werde zu Diskussionen über ihre Reform.
Am selben Tag teilte Takaichi einen freundschaftlichen Moment mit der italienischen Premierministerin Giorgia Meloni. Die 64-jährige japanische Führerin breitete die Arme aus, rief „Meloni!“ und umarmte ihre 48-jährige italienische Kollegin, die ihre Hand ergriff und strahlend plauderte. Frankreichs Emmanuel Macron schaute im Hintergrund zu, was die Interaktion inmitten der formellen Gipfelführung hervorstechen ließ.
Am Sonntag, dem 24. November, zum Abschluss des Gipfels, hielt Takaichi ihr erstes persönliches Treffen mit dem indischen Premierminister Narendra Modi ab, der letzten Monat im Amt ist. Sie bat Modi um Zusammenarbeit in bilateralen Bereichen einschließlich neuer Technologien wie Künstlicher Intelligenz und Halbleitern sowie wirtschaftlicher Sicherheit. Die beiden Führer bekräftigten die Ausweitung der Zusammenarbeit zur Realisierung eines freien und offenen Indo-Pazifiks inmitten der zunehmend schwierigen Sicherheitslage dort.
Takaichi traf sich auch getrennt mit dem deutschen Kanzler Friedrich Merz, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa, dem Gipfelpräsidenten. Das Ereignis markierte Takaichis diplomatisches Debüt und stärkte internationale Partnerschaften.