Außenminister S. Jaishankar traf in Neu-Delhi seinen spanischen Amtskollegen José Manuel Albares, um die Zusammenarbeit im Handel, Verteidigung und Sicherheit zu besprechen. Sie betonten die Zusammenarbeit bei globalen Herausforderungen und Nulltoleranz gegenüber Terrorismus. Die Gespräche umfassten Fortschritte in den bilateralen Beziehungen in mehreren Sektoren.
Bei einem Treffen in Neu-Delhi am Mittwoch erklärte S. Jaishankar, dass tiefgreifende Veränderungen in der Weltordnung es dringender denn je machen, dass Nationen bei gemeinsamen Herausforderungen zusammenarbeiten. Der Terrorismus, der sowohl Indien als auch Spanien betroffen hat, ist eine solche Herausforderung, und die Welt muss Nulltoleranz zeigen. Die beiden Führer verurteilten alle Formen des Terrorismus und betonten die Notwendigkeit, die internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung zu stärken. Die Überprüfung der bilateralen Beziehungen umfasste Handel, Investitionen, Verteidigung, Sicherheit, Tourismus und zwischenmenschliche Beziehungen. Spanien ist ein wichtiger Handelspartner Indiens in der EU, mit einem Warenhandel von über 8 Milliarden US-Dollar. Indische Unternehmen sind in Spanien in IT, Pharmazeutika und Automobilkomponenten aktiv. Jaishankar hob die freundschaftlichen Beziehungen hervor, die auf gemeinsamen demokratischen Werten, Respekt vor Multilateralismus und einer regelbasierten Ordnung beruhen. Er dankte Spanien für die Unterstützung tieferer Indien-EU-Beziehungen und hieß Madrids Entscheidung willkommen, der Indo-Pacific Oceans Initiative beizutreten. Beide Seiten verpflichteten sich, die Mobilität und Bildungsaustausche zu erleichtern. Unter Bezugnahme auf Indiens Bemühungen, widerstandsfähige Fertigungskapazitäten aufzubauen, wies Jaishankar auf das gemeinsame Projekt zum Zusammenbau von C-295-Militärtransportflugzeugen in Vadodara hin. Die indische Luftwaffe erwirbt 56 C-295-Flugzeuge im Rahmen eines Deals über 21.935 Crore Rupien mit Airbus Defence and Space aus Spanien, von denen 40 in Indien gebaut werden. „Wir erwarten, dass das erste ‚Made in India‘ C-295-Flugzeug vor September dieses Jahres aus dem Werk rollt“, sagte Jaishankar und wies darauf hin, dass es die wachsende Verteidigungsindustrie-Zusammenarbeit widerspiegelt. Vor dem von Indien nächsten Monat ausgerichteten AI Impact Summit beschrieb Jaishankar den Ansatz des Landes zur Künstlichen Intelligenz als menschenzentriert, inklusiv und auf verantwortungsvolle und ethische Nutzung fokussiert, ähnlich wie in Europa. Die Minister diskutierten aktuelle Entwicklungen in Europa und im Indopazifik und tauschten Ansichten zu anderen gemeinsamen Interessen aus. Zum 70. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen 2026 starteten Jaishankar und Albares ein Logo für das ‚Doppeljahr‘ von Kultur, Tourismus und KI, ausgewählt aus 1.900 Einreichungen in einem offenen Wettbewerb.