US-Außenminister Marco Rubio traf am Sonntag in Neu-Delhi mit dem indischen Außenminister S. Jaishankar zusammen, um die gesamte Bandbreite der indisch-amerikanischen Beziehungen zu erörtern. Beide Seiten äußerten sich optimistisch über den baldigen Abschluss eines bilateralen Handelsabkommens. Rubio bezeichnete die Partnerschaft als eine der wichtigsten strategischen Beziehungen Amerikas.
Rubio traf am Samstag zu einem viertägigen Besuch in Indien ein. Die Gespräche umfassten die Bereiche Handel, Energie, Verteidigung, kritische Mineralien, KI, nukleare Zusammenarbeit und Terrorismusbekämpfung. Rubio kündigte an, dass in Kürze eine US-Handelsdelegation Indien besuchen werde, um die Verhandlungen voranzubringen.
Jaishankar erläuterte Indiens Fünf-Punkte-Ansatz und betonte den Dialog zur Konfliktlösung, den ungestörten maritimen Handel sowie den Widerstand gegen die Instrumentalisierung des Handels als Waffe. Er sprach zudem Bedenken bezüglich der Visaerteilung für rechtmäßige Reisende an. Rubio entgegnete, dass Anpassungen des Visasystems Teil einer globalen Modernisierungsbemühung seien.
Beide Politiker erörterten die Lage in Westasien und in der Straße von Hormus. Rubio erklärte, dass die Vereinigten Staaten weiterhin an einer friedlichen diplomatischen Lösung festhalten, während gleichzeitig sichergestellt werde, dass der Iran niemals über eine Nuklearwaffe verfügen könne. Jaishankar verwies auf das indische Interesse, die Beziehungen zu mehreren Ländern in der Region aufrechtzuerhalten und die Energieversorgung zu sichern.
Rubio äußerte sich zudem zu Fragen bezüglich Bemerkungen gegen indischstämmige Amerikaner und erklärte, die Vereinigten Staaten seien ein gastfreundliches Land, das durch Einwanderer aus aller Welt bereichert werde. Er bekräftigte, dass indische Unternehmen mehr als 20 Milliarden US-Dollar in die US-Wirtschaft investiert haben.