Der Nato-Gipfel in Ankara startet am Dienstag mit einem Abendessen und endet am Mittwoch mit einer Arbeitssitzung. Die Mitgliedstaaten diskutieren Rüstungsausgaben und Waffenkäufe.
Die US-Regierung drängt die europäischen Partner und Kanada dazu, erhebliche Teile ihrer Verteidigungsausgaben in Waffensysteme von US-Herstellern zu investieren. Dies prägt das Treffen der Staats- und Regierungschefs.
Die deutsche Regierung strebt mehr Unabhängigkeit an und will wo möglich europäische Waffensysteme kaufen. Für eine schnelle Aufrüstung der Bundeswehr greift Berlin jedoch auf US-Ware zurück, etwa bei modernen Kampfjets und Flugabwehr.
Bundeskanzler Friedrich Merz hofft, dass die deutschen Milliardenbeträge an US-Konzerne Trump vom Wert der Allianz überzeugen. „Ich wünsche mir, dass es uns gemeinsam gelingt, einen Geist von Ankara zu wecken“, sagte der Kanzler vor seiner Abreise.