Die brasilianische Philanthropin Olga Rabinovich unterstützt mit ihrer Initiative Projeto Paradiso aufstrebende Filmemacher des Landes. Die Organisation hielt in Recife ihr drittes nationales Netzwerktreffen für Talente ab und hob dabei die Förderung von 264 Fachleuten hervor. Rabinovich sprach in einem Interview über die Ursprünge und die Wirkung des Instituts.
Olga Rabinovich gründete das Olga Rabinovich Institute im Jahr 2018, nachdem sie den Bedarf in Brasilien untersucht hatte, gefolgt von dem Projeto Paradiso im Jahr 2019. Das Programm bietet Stipendien, Schulungen und Unterstützung bei der Internationalisierung, um brasilianische Talente mit globalen Möglichkeiten zu vernetzen. Es hat Projekte wie Allan Debertons Berlinale-Gewinner „Gugu’s World“ und Grace Passôs „Our Secret“ unterstützt. Zu dem Netzwerk gehören unter anderem Anita Rocha da Silveira, Juliana Rojas und Dira Paes unter den 264 Mitgliedern, wie Rabinovich gegenüber Variety bei der Veranstaltung im Cais do Sertão in Recife erklärte. Die Initiative gewann während der Ära Bolsonaro an Dynamik, als die öffentliche Finanzierung für Agenturen wie Ancine zurückging. Rabinovich sprang ein, um die Reisekosten der Filmemacher zu internationalen Festivals zu übernehmen, was ein schnelles Handeln ohne bürokratische Verzögerungen ermöglichte. „Ich war in meinem Leben so unglaublich privilegiert... Ich wollte irgendwie etwas zurückgeben“, sagte Rabinovich. Die Mitarbeiterin Roberta de Oliveira e Corvo betonte den Fokus auf die Drehbuchentwicklung durch einen Inkubator, der kleine Zuschüsse wie 3.000 US-Dollar als „Final Cash“ zur Fertigstellung von Projekten anbietet. Produzenten lobten bei dem Treffen die Effizienz, da die Gelder in weniger als einer Woche eintrafen. Rabinovich betonte die langfristige Nachhaltigkeit und strebt an, dass das Programm auf Dauer fortbesteht. „Es ist eine so große Ehre... Ich bin einfach dankbar, dass wir das verwirklichen können“, sagte sie und zeigte sich bewegt inmitten der dankbaren Teilnehmer.