Das Pariser Rathaus hat eine kostenlose Ausstellung mit rund 200 Fotografien des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado eröffnet, der im Mai 2025 im Alter von 81 Jahren verstarb. Die von seiner langjährigen Lebensgefährtin Lélia Wanick Salgado kuratierte Schau deckt verschiedene Phasen seiner Karriere ab und betont Themen wie Migration, Arbeit, soziale Ungleichheit sowie den Umweltschutz.
Sebastião Salgado, einer der weltweit bedeutendsten Dokumentarfotografen, der 1944 in Minas Gerais, Brasilien, geboren wurde, wird posthum in Paris geehrt, der Stadt, die er zu seiner Wahlheimat gemacht hatte. Die öffentliche, kostenfreie Ausstellung präsentiert rund 200 Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die seinen unverwechselbaren Stil und sein Engagement für soziale und ökologische Anliegen definieren. Lélia Wanick Salgado, die den ehemaligen Ökonomen in den 1970er Jahren in Paris an die Fotografie heranführte – wo sich das Paar nach der Flucht aus Brasilien infolge der Militärdiktatur niedergelassen hatte –, kuratierte die Ausstellung. Sie umfasst Projekte wie das Instituto Terra, eine Wiederaufforstungsinitiative von Salgado und seiner Familie zur Revitalisierung entwaldeter Gebiete. Über Jahrzehnte hinweg hielt Salgado harte globale Realitäten fest, um zum Nachdenken anzuregen und Veränderungen anzustoßen. Die Ausstellung läuft bis Mai 2026 und festigt sein humanistisches Vermächtnis.