Das dritte Alternativa Film Festival ging am 30. April in Medellín, Kolumbien, zu Ende und verlieh Geldpreise an fünf Langfilme sowie zwei Kurzfilme aus Lateinamerika und Asien. Der peruanische Beitrag 'Runa Simi' gewann den Focus Award, während das georgische Werk '9-Month Contract' mit dem Spotlight Award ausgezeichnet wurde. Festivalleiterin Liza Surganova kündigte an, dass Afrika der Fokus der kommenden Ausgabe sein wird.
Medellín, Kolumbien – Das dritte Alternativa Film Festival, das von dem Technologieunternehmen inDrive ins Leben gerufen wurde, endete am 30. April im Botanischen Garten von Medellín. Die Organisatoren wählten die Preisträger aus 15 Lang- und 15 Kurzfilmen aus, wobei in den jeweiligen Kategorien 20.000 US-Dollar für Langfilme und 10.000 US-Dollar für Kurzfilme vergeben wurden. Liza Surganova, die Leiterin des Festivals, unterstrich bei der Abschlusszeremonie die Mission der Veranstaltung: „Die Gewinner spiegeln jeweils die Mission der Alternativa wider, während wir weiterhin unterrepräsentierte Filmschaffende unterstützen, deren Arbeit aktiv einen bedeutenden sozialen Wandel vorantreibt.“ Sie gab zudem Pläne bekannt, für die vierte Ausgabe den Fokus auf Afrika zu legen, ohne jedoch Details zu nennen. Jury-Vorsitzende Natalia Reyes lobte 'Runa Simi', bei dem der Peruaner Augusto Zegarra Regie führte, für den Focus Award: „Es ist ein Film, der uns zutiefst bewegt hat und einen bleibenden Eindruck durch seine süße und einfühlsame Darstellung eines Protagonisten hinterlässt, der um die Bewahrung seiner Identität kämpft – einer Identität, die untrennbar mit seiner Sprache verbunden ist.“ Der Dokumentarfilm folgt dem Radiomoderator Fernando Valencia, der Der König der Löwen auf Quechua synchronisiert. Weitere Preisträger im Bereich Langfilm waren '9-Month Contract' von Ketevan Vashagashvili aus Georgien (Spotlight Award), 'A Useful Ghost' von Ratchapoom Boonbunchachoke aus Thailand (Future Voice), 'Cutting Through Rocks' von Sara Khaki und Mohammadreza Eyni aus dem Iran (Alter) sowie 'Lost Land' von Akio Fujimoto (Nativa). Die Kurzfilme 'Blue Heart' von Samuel Suffren und 'Casa Chica' von Lau Charles erhielten ebenfalls Preise. Eine lobende Erwähnung ging an 'Present in the Big Events' von Pamela Andrea Martínez Barrera. Das Festival lockte vom 28. bis 30. April fast 11.000 Besucher an und bot Branchen-Panels zu Themen wie Wirkung, Distribution und Verbindungen im globalen Süden. Surganova wies auf das Wachstum des Events von Kasachstan über Indonesien bis nach Kolumbien hin und würdigte lokale Partner wie Proimagenes und MadLove. InDrive-CEO Arsen Tomsky betonte die Verbindung des Festivals zu den sozialen Zielen des Unternehmens. Die Organisatoren planen den Aufbau eines Distributionszweigs, erste Gespräche dazu begannen in Cannes.