Ehemaliger Miss-Universe-2025-Richter Omar Harfouch warf dem Wettbewerb Betrug vor und forderte Gewinnerin Fátima Bosch auf, die Krone zurückzugeben, unter Berufung auf Wahlfälschung. Bosch lehnte den Verzicht ab und erklärte, ihr Titel trage eine inspirierende Mission für Mädchen und Frauen. Die Kontroverse umfasst auch Kritik am Geschäftsmann Raúl Rocha Cantú.
Omar Harfouch, libanesischer Musiker und ehemaliger Miss-Universe-2025-Richter, reagierte auf Kritik von Raúl Rocha Cantú, der ihn einen „Opportunisten“ nannte. In einem Interview mit Javier Ceriani bezeichnete Harfouch Rocha als „Schmuggler“ und stellte seine Glaubwürdigkeit in Frage: „Puede decir lo que quiera, la realidad es que de cualquier forma, quien va a creerle a un traficante para un cartel y a alguien dedicado a lavar dinero, entonces no me importa (lo dicho)“. Laut Harfouch warnte er Rocha vor dem Betrug beim Wettbewerb, was zu seiner Entlassung führte.
Harfouch behauptete, der Betrug sei vor dem Event in Thailand am 21. November 2025 geplant worden. Er sagte, man habe ihn von den Vorbereitungen an aufgefordert, Fátima Bosch zu bevorzugen, und es gab keine Jury-Auswahl, sondern eine andere Instanz. Er hob einen Interessenkonflikt mit Bosch’ Vater, Bernardo Bosch Hernández, einem Pemex-Mitarbeiter, und der Leitung des Wettbewerbs hervor. „Fue de un fraude a otro, primero me enteré de lo que estaba tramando para Miss Universo y luego me enteré de sus problemas legales en México (...) La prueba de esto fue que no hubo selección por el jurado, fue otra entidad quien votó“, sagte er. Er wies mexikanische Behörden ab, die Geldwäsche untersuchen, da dies von einem Komitee in New York entschieden wird. Er forderte sie auf, die Wahlergebnisse zu zeigen: „Si estoy mintiendo por qué Rocha no enseñan los resultados, es porque no existen las votaciones, ellos mismos lo decidieron (a la ganadora)“.
Harfouch stellte Bosch direkt zur Rede: „Ella no es una ganadora legal, y le pedí personalmente que devolviera la corona de Miss Universo, pero no quiere regresarla“. Er deutete an, dass Bosch’ Vater Rochas Entlassung ablehnte, um den Betrug nicht aufzudecken.
Als Reaktion postete Bosch am 2. Dezember 2025 ein Video auf Instagram und lehnte den Verzicht ab. „Hablo desde mi verdad y desde la misión que llevo en el corazón. Porque sí, soy Miss Universe, pero antes que eso soy Fátima Bosch Fernández, una mujer auténtica, valiente e imperfecta (…) Esto ya empezó y no pienso detenerlo“, äußerte sie. Als neurodivergente Frau aus Tabasco betonte Bosch ihre Rolle als Vorbild: „Ser Miss Universe no es solo llevar una corona, es llevar una misión“. Sie erwähnte Kritik von Harfouch und Nawat Itsaragrisil, Direktor von Miss Universe Thailand, priorisierte aber die Inspiration von Mädchen durch ihre Geschichte des Überwindens von Herausforderungen.