Innerhalb des kenianischen Oppositionsbündnisses sind Differenzen darüber ausgebrochen, wann ein Präsidentschaftskandidat für die Wahl 2027 benannt werden soll. Der ehemalige stellvertretende Präsident Rigathi Gachagua schlug vor, die Ankündigung bis Mai 2027 hinauszuzögern, doch andere Führungspersönlichkeiten widersprachen öffentlich.
Die Meinungsverschiedenheiten traten am Sonntag, dem 5. Juli, während öffentlicher Erklärungen der Koalitionsspitzen zutage. Der ehemalige Generalstaatsanwalt Justin Muturi und die Vorsitzende der People's Liberation Party, Martha Karua, lehnten Gachaguas Zeitplan ab, den dieser während einer Veranstaltung am 3. Juli dargelegt hatte.
Gachagua argumentierte, dass eine frühzeitige Benennung eines Kandidaten es Präsident William Ruto ermöglichen würde, die Opposition einzuschüchtern oder zu spalten. Er erklärte: „Wir können einen Kandidaten bis zum 15. Mai 2027 benennen. Das ist die Frist für die Nominierung eines Kandidaten.“
Muturi sprach sich für den Vorsitzenden der Wiper Party, Kalonzo Musyoka, als Oppositionskandidaten aus und stellte die Befürchtungen bezüglich Rutos Einfluss infrage. Karua stellte klar, dass der Koalition jegliche Struktur oder Regeln für die Auswahl eines Spitzenkandidaten fehlten, und fügte hinzu, dass jegliche Ankündigungen lediglich persönlicher Natur seien.
Gachagua führt derzeit eine 45-tägige Konsultation in seinem Wohnsitz Wamunyoro in Nyeri durch, um den besten Kandidaten für das Bündnis zu ermitteln.