Mehr als 200 Familien in Changamwe im Mombasa County wurden am Sonntagmorgen vertrieben, als der Abriss der Changamwe National Housing Estate begann, um Platz für ein erschwingliches Wohnungsbauprojekt zu schaffen.
Anwohner gaben an, dass eine einstweilige Verfügung die Maßnahme gestoppt habe, die Behörden jedoch trotzdem fortfuhren. Ein Bewohner erklärte: „Wenn National Housing über dem Gesetz steht, sollte man es uns sagen. Wenn die Polizei über dem Gesetz steht, sollten wir das auch erfahren, denn es darf nicht sein, dass ein Gerichtsbeschluss ignoriert wird.“
Die Familien hatten eine einmonatige Räumungsaufforderung erhalten, und einigen wurden 4.000 KSh für den Auszug überwiesen. Sie berichteten von einer starken Polizeipräsenz, Vorwürfen grober Behandlung sowie dem Einsatz von Tränengas während des Einsatzes.
Der Staatssekretär für Wohnungswesen, Charles Hinga, merkte an, dass das Projekt mit über 85 Klagen konfrontiert sei, von denen viele mit Landstreitigkeiten und fehlenden Eigentumsurkunden zusammenhängen. Eine im April durchgeführte Prüfung durch die Generalrechnungsprüferin Nancy Gathungu ergab, dass für fast 70 Prozent ähnlicher Vorzeigeprojekte keine formellen Eigentumsurkunden vorliegen.