Zweihundert registrierte Flüchtlinge wurden am frühen Morgen des 15. Juni 2026 aufgefordert, die Büros des Innenministeriums in Durban zu verlassen. Sie schlossen sich Tausenden anderen in der Sherwood Community Hall an, nachdem Warnungen vor einem geplanten Marsch herausgegeben worden waren.
Die Polizei wies die Gruppe an, das Gelände bis 4 Uhr morgens am 15. Juni zu räumen, wobei Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Unterstützer des Marsches angeführt wurden. Die Flüchtlinge, die größtenteils aus der DR Kongo, Ruanda, Uganda und dem Sudan stammen, hatten seit dem 21. Mai vor den Büros kampiert, nachdem Mitarbeiter des Innenministeriums ihren legalen Status in Südafrika bestätigt hatten. Es bleibt unklar, ob die für Dienstag geplante Veranstaltung stattfand. Es wurde kein staatlicher Transport bereitgestellt.
Aktivisten begleiteten die Flüchtlinge zu einem Feld bei der Sherwood Community Hall. Am 16. Juni kampierten dort mehr als 8.000 Menschen, darunter viele Staatsangehörige aus Malawi und Mosambik, die auf eine Rückführung hofften. Der Premierminister von KwaZulu-Natal, Thami Ntuli, besuchte den Ort an jenem Morgen.
Yeshelen Govender, eine lokale Aktivistin, erklärte, dass die Gemeinde Zelte und Toiletten zur Verfügung gestellt habe. „Das Einzige, was der Staat getan hat, ist, die Polizei hier zu postieren“, sagte sie. Leanne Sefu, eine Flüchtlingsfrau aus Goma in der DR Kongo, berichtete von wiederholten Drohungen und sagte, dass Beamte die Gruppe trotz ihres legalen Status angewiesen hätten, nach Hause oder in das Abschiebelager Lindela zurückzukehren. Luthando Ngubane von der Gemeinde eThekwini berichtete, dass vier Busse mit Abzuschiebenden nach Malawi abgefahren seien und sechs weitere bald folgen sollten. Vor Ort wurde ein temporäres Einwanderungsgericht eingerichtet, um die Anordnungen zu beschleunigen.