Achtzehn in kenianischen Lagern lebende Flüchtlinge haben nach jahrelanger Vorbereitung ihre bereits lange versprochenen Arbeitsplätze in Kanada verloren. Die Stornierungen stürzen die Gruppe in Kakuma und Dadaab erneut in eine ungewisse Zukunft.
Die Flüchtlinge hatten medizinische Untersuchungen und Sprachtests absolviert sowie im Rahmen des „Economic Mobility Pathways Pilot“ Kanadas Visa erhalten. Ein Unternehmen für Langzeitpflege hatte ihnen die Stellen vor fast drei Jahren angeboten.
Die Firma erklärte, die Angebote seien in gutem Glauben unterbreitet worden, die Positionen jedoch während der langwierigen Bearbeitungsverfahren bereits besetzt worden. Juma Shauri, der 2010 aus der Demokratischen Republik Kongo floh, sagte, der plötzliche Widerruf gebe ihm das Gefühl, missachtet worden zu sein.
Idris Adam, ein sudanesischer Flüchtling, der seit 14 Jahren im Lager Kakuma lebt, beschrieb, wie schwierig es sei, seiner Tochter die Veränderung zu erklären. Hilfsorganisationen, die die Bewerber unterstützen, bezeichneten die Entscheidung angesichts des fortgeschrittenen Stadiums der Verfahren als inakzeptabel.
Einige Flüchtlinge könnten in Zukunft neue Angebote erhalten, während bei anderen die Anträge bereits geschlossen wurden. Dieser Vorfall verdeutlicht die Herausforderungen, mit denen Vertriebene bei der Suche nach einer Neuansiedlung inmitten langwieriger Verwaltungsprozesse konfrontiert sind.