Immer mehr Migranten, hauptsächlich Kongolesen, erreichen Mayotte auf einer Reise durch Tansania und die Komoren. Diese Route im Indischen Ozean ist zwar nicht neu, hat sich jedoch seit 2023 verstärkt, so eine auf Migrationen spezialisierte Anthropologin. Asylanträge dieser Staatsangehörigen sind in den letzten Jahren stark gestiegen.
Migranten aus Ostafrika, insbesondere aus der Region der Großen Seen, begeben sich auf eine lange Reise, um die Küsten von Mayotte, dem 101. Département Frankreichs, zu erreichen. Die Route führt sie zuerst nach Tansania, über Dar es-Salaam, wo Schmuggler sie dirigieren, dann zu den Komoren, bevor sie auf der Insel ankommen. nn„Diese Route im Indischen Ozean ist nicht neu, hat sich aber seit 2023 erheblich verstärkt“, erklärt die Anthropologin Alison Morano, Spezialistin für Migrationen in Mayotte. Sie bemerkt, dass die Präsenz dieser Migranten auf der Insel sichtbar geworden ist, im Gegensatz zu 2015, als sie marginal war. n nBei Fehlen präziser Daten zu diesen Strömen zeigen Zahlen des französischen Amts für den Schutz von Flüchtlingen und Staatenlosen (Ofpra) einen deutlichen Anstieg der Asylanträge. 2024 wurden in Mayotte von 2.463 eingereichten Akten mehr als die Hälfte von Kongolesen gestellt, verglichen mit 37 % (1.150 Personen) im Jahr 2023 und 4 % (150 Personen) im Jahr 2021. Rund 1.250 Anträge kamen 2024 von Kongolesen, im Vergleich zu 150 im Jahr 2021. n nDieser Trend setzt sich 2025 fort, obwohl die Zahlen aufgrund des verheerenden Zyklons Chido, der im Dezember 2024 zuschlug, schwer zu ermitteln sind. Diese kongolesischen Asylanträge sind meist mit dem Konflikt im Osten ihres Landes verbunden.