Im französischen Archipel im Nordatlantik mit 6.000 Einwohnern siedelt sich allmählich eine malagasische Gemeinschaft an, um dem demografischen Rückgang entgegenzuwirken. Berthine Madé, die vor 23 Jahren ankam, äußert ihre Zufriedenheit, auf dieser kleinen Insel zu leben, trotz ihrer insularen Herkunft.
Saint-Pierre-et-Miquelon, ein kleines französisches Archipel im Nordatlantik, steht vor einem demografischen Rückgang und wirbt mit seiner Lebensqualität, um junge Bewohner anzuziehen. Unter seinen 6.000 Einwohnern gab es Anfang 2026 82 Ausländer mit Aufenthaltstiteln, die 26 Nationalitäten repräsentieren. Malagasy, meist Frauen, bilden die größte ausländische Gemeinschaft mit 12 Personen, vor den 10 Kanadiern aus dem benachbarten Neufundland. Die erste Malagasy kam vor etwa 50 Jahren. Berthine Madé, die seit 23 Jahren dort lebt, erzählt von ihrer Ankunft: „Ich habe meinen Mann per Briefkontakt gefunden“, lächelt sie. „Bei der Ankunft gab es wenige Leute von anderswo, und sie fragten, ob wir in Madagaskar Brot oder sogar Autos haben. Das hat mich nicht gestört.“ Ihr weißes Haus, hoch oben in Saint-Pierre über dem Hafen gelegen, spiegelt eine kulturelle Vermischung wider: geschnitzte Stühle, eine weiße Tischdecke mit traditionellen malagassischen Stickereien und ein warmes Holzinventar, typisch für das Archipel. 2025 ließen sich fünf malagasische Arbeiter aus dem Indischen Ozean nieder, sagt Berthine. Sie mag die Größe der Insel: „Diese sehr kleine Insel passt mir hervorragend, ich, die auf einer großen Insel aufgewachsen ist, solange ich weiter reisen kann wie bisher.“ Der Winter stört sie nicht. Andere Nationalitäten von Kolumbien bis Senegal über Russland trudeln ein und bereichern die Vielfalt dieses isolierten Gebiets.