Der Zweig von Medef in Mayotte wurde am 15. Januar von der nationalen Führung aufgelöst wegen schwerwiegender Mängel bei finanzieller Transparenz und Governance. Fahardine Mohamed, sein Präsident, verurteilt verleumderische Vorwürfe und eine Leugnung der Demokratie. Diese seltene Sanktion beendet die Nutzung der Medef-Marke im Archipel.
Die Auflösung des Medef-Mayotte-Zweigs wurde am 15. Dezember 2025 vom nationalen Exekutivrat der Arbeitgeberbewegung mit Sitz in Paris beschlossen. Diese außergewöhnliche Maßnahme zielt auf schwerwiegende Unregelmäßigkeiten ab, insbesondere bei finanzieller Transparenz und Governance. Am 16. Dezember schickte Garance Pineau, damals Generaldirektorin, einen Brief an Fahardine Mohamed, Präsident der lokalen Struktur, in dem sie ihm anwies, die Nutzung der Medef-Marke einzustellen. Die von der Mayotte-Organisation in lokalen Institutionen des Archipels ernannten Vertreter werden diese Rollen nicht mehr ausüben. Eine Frist von einem Monat wurde zur Umsetzung dieser Maßnahmen gesetzt, bis zum 15. Januar 2026. Seit diesem Datum ist die Vertretung der Arbeitgeber in Mayotte effektiv aus der lokalen Wirtschaftslandschaft verschwunden. Fahardine Mohamed bestreitet die angegebenen Gründe energisch und bezeichnet sie als „verleumderische Anschuldigungen“. Er sieht die Sanktion als „Leugnung der Demokratie“ und weist darauf hin, dass die lokale Struktur im spezifischen Kontext von Mayotte gearbeitet hat. Dieser Fall beleuchtet interne Spannungen innerhalb von Medef, der führenden Arbeitgeberorganisation Frankreichs, die strenge nationale Einhaltungstandards durchsetzt. Es sind keine weiteren Details zu den spezifischen Mängeln bekannt geworden, da der Originalartikel teilweise paywall-geschützt ist.