Sophia Chikirou vor Gericht im Mai wegen mutmaßlichen Betrugs bei Le Média

Die Abgeordnete Sophia Chikirou, Kandidatin von La France insoumise für das Pariser Bürgermeisteramt, wird am 12. Mai wegen angeblichen Betrugs aus 2018 vor Gericht stehen, der dem Nachrichtenportal Le Média schadete. Sie verurteilt die Entscheidung als politisch motiviert, um ihre Kampagne zu sabotieren. Der Fall betrifft einen Versuch, eine Bank um mehr als 67.000 Euro zu täuschen.

Sophia Chikirou, eine prominente Figur bei La France insoumise (LFI) und seit November Kandidatin für das Pariser Bürgermeisteramt, erleidet einen weiteren gerichtlichen Rückschlag. Am 12. Mai wird sie vor der 13. Strafkammer des Tribunal judiciaire de Paris wegen mutmaßlichen Betrugs gegen die Produktionsfirma Le Média erscheinen, so eine Justizquelle gemäß AFP vom 4. Januar.

Die Vorfälle reichen bis Juli 2018 zurück. Chikirou wird vorgeworfen, wiederholt versucht zu haben, die Bank Crédit du Nord zu täuschen, indem sie sich als Präsidentin von Le Média ausgab, eine Position, die sie nicht mehr innehatte. Sie habe Überweisungen beantragt, die wegen unzureichender Deckung scheiterten, um mehr als 67.000 Euro zu erhalten. Zudem wird ihr die betrügerische Entnahme zweier Scheckformulare vorgeworfen. Die Vorermittlungen führte die Finanzabteilung der Nationalen Jurisdiktion zur Bekämpfung organisierter Kriminalität (Junalco) durch, die den Beginn der Straftat feststellte.

„Die Pariser Staatsanwaltschaft beschließt, mich mitten im Wahlkampf für die Kommunalwahlen wegen einer Sache von 2018 vor Gericht zu stellen, die nur ein Handelsstreit zwischen zwei Firmen ist. Seitdem haben die beiden Firmen eine Einigung erzielt und alle Verfahren eingestellt. Es handelt sich also um ein Gerichtsverfahren, das vom öffentlichen Ankläger für einen Fall ohne Kläger oder Schaden beschlossen wurde! Die Angelegenheit ist eminent politisch und zielt nur darauf ab, meinen Wahlkampf zu beschmutzen und zu behindern“, reagierte Chikirou gegenüber AFP.

Chikirou, die die Kommunikation für Jean-Luc Mélenchons Präsidentschaftskampagnen 2012 und 2017 leitete, bestreitet die Vorwürfe. Seit September 2024 steht sie zudem wegen schweren Betrugs im Zusammenhang mit den Kampagnenkonten von Mélenchons 2017er-Wahl unter formeller Untersuchung, was sie zurückweist. Dieser gerichtliche Zeitplan zwei Monate nach den Kommunalwahlen wirft Fragen nach seinem möglichen Einfluss auf ihre Kandidatur auf.

Das Fehlen eines Klägers und die gütliche Einigung über den Streit 2018 stehen im Kontrast zur Verfolgung durch die Staatsanwaltschaft und nähren die Vermutungen der Abgeordneten bezüglich politischer Motive.

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