Fünf Wochen vor den Kommunalwahlen unterstützte Jean-Luc Mélenchon David Guiraud, Abgeordneten und Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Roubaix. Die Veranstaltung wurde kurz von Aktivisten des Kollektivs «Nous vivrons» gestört, die gegen Antisemitismus protestierten. Guiraud, der oft in dieser Sache beschuldigt wird, bagatellisierte den Vorfall.
Im Rathaus von Roubaix, einer Stadt im Norden Frankreichs, hielt David Guiraud am Samstag eine große Kundgebung ab, an der Jean-Luc Mélenchon, Führer von La France Insoumise, teilnahm. Fünf Wochen vor den Kommunalwahlen 2026 ist dieses Ereignis ein entscheidender Moment für den Kandidaten, der andeutet, es könnte sein letztes als Abgeordneter sein. Guiraud, der Mélenchon die größte Insoumise-Stadt liefern will, sah seine Versammlung kurz unterbrochen von Mitgliedern des Kollektivs «Nous vivrons», das sich gegen Antisemitismus wendet. Rufe und Plakate tauchten unerwartet auf: «Keine Antisemiten in unseren Rathäusern!», skandierten die Aktivisten, bevor sie schnell von der Security entfernt wurden, inmitten von Buhrufen der Menge. David Guiraud, erfahren in Medienkonflikten und häufig für kontroverse Aussagen zum Antisemitismus kritisiert, reagierte gelassen: «Ein interessantes kleines Happening, es sorgt für Stimmung!». Kurz darauf wies Jean-Luc Mélenchon die Störer vom Podium aus als «Clowns» zurück. Mélenchons Unterstützung stärkt Guirauds Kampagne in dieser Nordstadt, wo die Insoumise-Stars scheinbar ausgerichtet sind. Der Vorfall beleuchtet Spannungen aus Vorwürfen gegen den Kandidaten durch Gegner. Roubaix, ein potenzielles Bollwerk für La France Insoumise, könnte ein Schlüsselkampfplatz bei den bevorstehenden Kommunalwahlen werden.