In Clermont-Ferrand, einer historischen Hochburg der Linken, dominiert die mit Narcotráfico verbundene Unsicherheit den Wahlkampf für die Kommunalwahlen 2026. Der sozialistische Bürgermeister Olivier Bianchi, der um eine dritte Amtszeit wirbt, steht Kritik von Rechten und Rechtsextremen gegenüber, die ihre Kräfte bündeln. Gewalttaten im Jahr 2025 haben diese zentrale Debatte angeheizt.
Clermont-Ferrand, eine linke Hochburg seit 1919, erlebt einen angespannten Wahlkampf für die Kommunalwahlen 2026, der von Unsicherheit geprägt ist. 2025 erschütterte eine Serie von Morden im Zusammenhang mit Narcotráfico die Präfektur Puy-de-Dôme, die vom Programm 'Villes de sécurité renforcée' profitiert. Im September besuchte Innenminister Bruno Retailleau die Stadt, um zusätzliche Ressourcen anzukündigen, um 'Krieg gegen den Narcotráfico' zu führen.
Der amtierende sozialistische Bürgermeister Olivier Bianchi strebt eine dritte Amtszeit an, muss aber Vorwürfe der Laxheit entgegnen. Der Kandidat des Rassemblement national (RN), der Rentner Antoine Darbois, im Bündnis mit Union des droites pour la république (UDR), verurteilt die 'Explosion der Unsicherheit'. Er schlägt vor, die Zahl der kommunalen Polizisten zu erhöhen und sie zu bewaffnen, da sie nicht nur für Ruhe, sondern auch für Sicherheit sorgen sollten.
Rechte und Zentrum schließen sich bereits im ersten Wahlgang zusammen, während 'insoumis' und Rechtsextreme auf ihre jüngsten starken Leistungen setzen. Bei den Europawahlen 2024 erhielt RN 19,9 % der Stimmen, Reconquête 4 %, und bei den Parlamentswahlen im Juni/Juli 2024 RN 23,7 % im ersten Durchgang. 2020 erreichte die RN-Liste unter Anne Biscos nicht die Stichwahl. Darbois, lokal wenig bekannt, hebt seine Erfahrung als kommunaler Gewählter in Gerzat von 2014 bis 2020 unter dem Label Les Républicains (LR) hervor.