Der sozialistische Bürgermeister von Saint-Denis hat die aggressivste Gemeindepolizei Frankreichs geschaffen, die manchmal die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe überschreitet. Drei Monate vor den Gemeindewahlen 2026 stellt diese Einheit ein zentrales Sicherheits-Thema dar. Bewaffnete Beamte patrouillieren und greifen aktiv in Einkaufsstraßen ein.
In Saint-Denis, Seine-Saint-Denis, erlebt die Gemeindepolizei einen umfassenden Ausbau vor den Gemeindewahlen 2026. Der sozialistische Bürgermeister hat die Stadt mit der aggressivsten Kraft des Landes ausgestattet, die oft über die bloße Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe hinausgeht.
Bewaffnet mit 9-mm-Pistolen, Teleskop-Schlagstöcken und dunklen taktischen Westen patrouillieren die Beamten in Gruppen. Ihre kürzlich gegründete Groupe de Sécurisation et de Proximité (GSP) ähnelt den Nähe-Sicherheitsgruppen der nationalen Polizei. Bei einer Patrouille im Dezember in der Geschäftsstraße Gabriel-Péri konfiszierten drei Beamte – Rémy, 38, ehemaliger Pariser Polizist; Rudy, 42, Ex-Polizist der nationalen Polizei; und Mike, 28, ehemaliger Militär – illegale Zigarettenpackungen, hielten Elektroscooter in der Fußgängerzone an und entfernten obdachlose Personen, die auf alten Rollern Alkohol tranken.
Diese Entwicklung passt in einen nationalen Kontext, in dem die Gemeindepolizei 2023 28.161 Beamte zählte, ein Anstieg um 45 % seit 2012, was sie zur dritten Sicherheitskraft nach der nationalen Polizei (151.000) und Gendarmerie (98.000) macht. Angesichts der Wahlen im März 2026 teilen sich Meinungen über Bewaffnung und Aufgaben, besonders auf der Linken.
Die Regierung bereitet unter Premierminister Sébastien Lecornu ein Gesetzesvorhaben vor, um Befugnisse auszuweiten: Fünf-Jahres-Versuch mit Drohnen und erweiterte gerichtliche Zuständigkeit für neun Delikte wie Fahren ohne Führerschein oder sexistische Belästigungen. Das Gesetz soll beschleunigt vor der Abstimmung verabschiedet werden, nach einer Lesung pro Kammer.
Die Dynamik in Saint-Denis beleuchtet Spannungen zwischen lokaler Sicherheit und nationaler Koordination, wobei Gemeindebudgets zunehmend in diese Kräfte fließen.