Jeanne Barseghian, Straßburgs grüne Bürgermeisterin, startet am 17. Dezember ihre Kampagne für die Kommunalwahlen 2026 inmitten starker Opposition. Als Überraschungssiegerin 2020 gewann ihre Liste 47 von 65 Sitzen, doch Kritik an der Bilanz und städtischen Bauprojekten nimmt zu. Die Wahl verspricht offen und umkämpft zu werden.
2020 brachte die 'Grüne Welle' Ökologen in mehreren französischen Städten an die Macht, darunter Straßburg. Wider den Umfragen, die sie auf Platz drei setzten, gewann Jeanne Barseghians ökologische und Bürgerliste, damals 40 Jahre alt, den ersten Platz im zweiten Wahlgang. Diese Abstimmung, geprägt von hoher Wahlenthaltung durch die Gesundheitskrise und einem dreimonatigen Abstand zwischen den Wahlgängen, führte nicht zu der zunächst geplanten Linksfusion. Das amtierende Team besetzte so 47 von 65 Räte, einige erfahren, andere neu in Führungsrollen.
Fünf Jahre später, mit den Kommunalwahlen 2026 im Anmarsch, schließen sich Kandidaten der kommunalen Opposition zusammen, um die Bilanz der grünen Stadtverwaltung anzugreifen. Kritik zielt auf die Regierungsführung ab und greift Unzufriedenheit auf, die durch große städtische Bauprojekte ausgelöst wird, die die Stadt stören. Verstärkt durch soziale Medien hallen diese Stimmen auf den Straßen wider, wo einige ökologische Maßnahmen auf Akzeptanz stoßen. Dennoch hat Barseghians Team, mit ihr nun 45, Chancen in einer als offen geltenden Wahl, ähnlich wie andere grüne Hochburgen unter Druck.