Antoine Valentin, Kandidat der Union des droites pour la République (UDR), unterstützt von Éric Ciotti, führte am Sonntag im ersten Wahlgang einer partiellen Legislativwahl in der Haute-Savoie mit rund 45 Prozent der Stimmen. Unterstützt vom Rassemblement national (RN), übertraf er den Kandidaten der Les Républicains (LR), Christophe Fournier, der 15 Prozent erhielt. Diese Abstimmung, Wochen vor den Kommunalwahlen, prüft die Strategien der Rechten hinsichtlich einer Allianz mit dem RN.
Der erste Wahlgang der partiellen Legislativwahl im 3. Wahlkreis der Haute-Savoie fand am Sonntag, dem 25. Januar 2026, statt, nach dem Rücktritt der LR-Abgeordneten Christelle Petex am 6. November. 2021 gewählt, hatte sie über 'zu viel Politikergeschäfte' geklagt. Bei niedriger Wahlbeteiligung von 31,28 Prozent holte Antoine Valentin, UDR-Kandidat mit RN-Unterstützung, etwa 45 Prozent der gültigen Stimmen, fünf Punkte mehr als im ersten Wahlgang der Legislativwahlen 2024. nnÉric Ciotti bezeichnete das Ergebnis als 'historisch' und erklärte in einer Pressemitteilung, es zeige, dass 'die UDR-RN-Allianz heute die einzige glaubwürdige nationale Dynamik auf der Rechten verkörpert'. Auf X lobte Marine Le Pen dieses Ergebnis und das im Loiret und sagte: 'Der Wechsel und das politische Programm, das der RN in Allianz mit der UDR verkörpert, werden von den Franzosen mehr denn je unterstützt und erhofft.' RN-Präsident Jordan Bardella spottete auf X über die 'Niederlage' des LR-Kandidaten und gab die Schuld der 'Kakophonie und ständigen Kehrtwenden bei den LR'. nnChristophe Fournier (LR) landete mit 15 Prozent auf Platz zwei, weniger als die 32 Prozent von Frau Petex 2024. LR-Führer Bruno Retailleau und Laurent Wauquiez unterstützten ihn gemeinsam in der Vorwoche. Auf der zerstrittenen Linken erhielt Anthony Penhouët (Place Publique-PS) 13 Prozent und rief zum Votum gegen die Rechtsextremen auf. Raphaël Glucksmann hatte gewarnt, er werde nicht zulassen, dass dieser Wahlkreis zu einem 'Labor der Rechten' werde. Die LFI-Liste von Nicolas Gavoille kam auf 6,5 Prozent, hinter der parteilosen 'Democratic Solution'-Liste von Boris Avouac (7,6 Prozent). nn2024 hatte die geeinte Linke 24 Prozent geholt und sich für eine republikanische Front zurückgezogen, was dem LR-Kandidaten den Sieg ermöglichte. Die Stichwahl ist für den 1. Februar 2026 angesetzt. Diese Nachwahl vor den Gemeinderatswahlen am 15. und 22. März stellt rechte Strategien gegenüber: LR gegen RN-Allianz gegenüber Ciottis pro-allianz UDR, gegründet 2024.