Dutzende Kenianer sitzen im Kambodscha fest, nachdem sie Arbeitsausbeutungslagern entkommen sind und mit Neu-Trafficking und Festnahme durch lokale Behörden drohen. Mindestens 100 Kenianer sind betroffen, ohne Reisedokumente oder finanzielle Unterstützung. Die kenianische Botschaft vor Ort hat das Problem anerkannt und versucht zu helfen, doch Fortschritte sind langsam.
Mehrere Kenianer reisten 2025 ins Kambodscha, um gut bezahlte Jobs zu finden, trotz Warnungen der Behörden nach der Rettung von Landsleuten aus ähnlichen Dramen im benachbarten Myanmar. Stattdessen wurden sie mit Versprechen legaler Beschäftigung gelockt, aber zwangsweise unbezahlt arbeiten lassen, um Einnahmen für die Betreiber zu generieren. Ein Überlebender erzählte Kenyans.co.ke: „Wir wurden mit Versprechen legitimer Jobchancen mit gutem Lohn ins Kambodscha gelockt. Stattdessen unterzogen sie uns Zwangsarbeit und Ausbeutung. Wir wurden genutzt, um Einkommen für die Betreiber zu erzeugen, ohne Bezahlung zu erhalten.“ Andere wurden für nur 387.000 Ksh zwischen Firmen verkauft und zum Gratisarbeiten gezwungen. Einige berichteten von Injektionen unbekannter Substanzen, die sie desorientierten und ihre Fähigkeit zur Verständnis oder Widerstand gegen die aufgezwungenen Aufgaben beeinträchtigten. Sie entkamen den Lagern nach schweren Misshandlungen, leben aber nun in Angst ohne gültige Visa oder Pässe, die konfisziert wurden. Über das Kambodscha verstreut, besonders in der Hauptstadt Phnom Penh, verstecken sie sich ohne stabilen Unterschlupf oder Kommunikationszugang inmitten instabiler Bedingungen. Ein weiterer Überlebender sagte: „Sie werden nicht an einem zentralen Ort festgehalten. Kenianer sind über verschiedene Gebiete im Kambodscha verstreut. Viele von ihnen sind in Phnom Penh, der Hauptstadt.“ Die kenianische Botschaft hat die Krise anerkannt und arbeitet an der Rückführung von über 300 Betroffenen, doch Opfer melden begrenzte konkrete Hilfe. Das Problem betrifft auch andere afrikanische Bürger, Uganda repatriierte am 21. Januar 67 eigene Staatsangehörige. Kambodschanische Behörden haben verdächtige Scam-Zentren durchsucht, doch Menschenhandel bleibt ein großes Problem.