Die afrikanischen Botschafter in Südafrika haben klargestellt, dass sie ihre eigene Africa-Day-Veranstaltung aus Sicherheitsgründen verschieben und nicht die offizielle Feier der Regierung boykottieren.
André Nzapayeke, Botschafter der Zentralafrikanischen Republik und Doyen des afrikanischen Botschafterkorps, erklärte, die Botschafter hätten Außenminister Ronald Lamola darüber informiert, dass sie ihre geplante Veranstaltung in Kempton Park am 30. Mai verschieben würden. Nzapayeke sagte dem Daily Maverick, dass etwa tausend Gäste erwartet wurden und die Sicherheit der An- und Abreise zum Veranstaltungsort nicht garantiert werden konnte. Er betonte, dass sich die Entscheidung nur auf ihre eigene Feier beziehe und sie die offizielle Veranstaltung in Moruleng am 25. Mai keineswegs boykottierten. Lamola erklärte, die Regierung stehe im Austausch mit ihren afrikanischen Partnern und habe vereinzelte gewaltsame Vorfälle sowie Selbstjustiz verurteilt. Er fügte hinzu, dass irreguläre Migration von den Strafverfolgungsbehörden auf verfassungsgemäße Weise gehandhabt werden müsse. Bei der Veranstaltung in Moruleng forderte Sport-, Kunst- und Kulturminister Gayton McKenzie undokumentierte Ausländer zur Rückkehr in ihre Heimat auf und sagte, afrikanische Staatschefs sollten sich mit den Gründen befassen, warum ihre Bürger das Land verlassen.