Südafrika hat Ghanas Forderung nach einer Debatte der Afrikanischen Union über angebliche fremdenfeindliche Angriffe beim bevorstehenden Halbjahresgipfel in Kairo zur Kenntnis genommen, verurteilt die jüngsten Vorfälle jedoch und betont die Bedeutung diplomatischer Bemühungen.
Südafrika teilt mit, dass es Ghanas Antrag zur Aufnahme des Themas in die Tagesordnung des Koordinierungsgipfels der Afrikanischen Union zur Kenntnis genommen habe. Regierungsvertreter hoben die sofortige Verurteilung der vereinzelten Konfrontationen mit Einwanderern hervor und wiesen die Strafverfolgungsbehörden an, Bewohner und Besucher zu schützen. Der Minister für internationale Beziehungen, Ronald Lamola, hat mit seinen Amtskollegen in Ghana und Nigeria gesprochen. Er erklärte, es gebe keine glaubwürdigen Beweise dafür, dass Staatsangehörige dieser Länder während der jüngsten Proteste durch Behörden getötet wurden. Die Regierung warnte vor gefälschten Videos und spalterischen Inhalten in sozialen Medien. Sie äußerte Bedauern darüber, dass Ghana das Thema vor die Afrikanische Union gebracht hat, bekräftigte jedoch die Offenheit für einen fortgesetzten Dialog über Herausforderungen bei der Migration.