Die südafrikanische Polizei ist wegen geplanter Demonstrationen gegen undokumentierte Migranten am 30. Juni in Alarmbereitschaft. Behörden berichteten von der Rückführung von 5.000 malawischen Staatsangehörigen und betonten, dass friedliche Proteste erlaubt seien, Gesetzlosigkeit jedoch nicht toleriert werde.
Der geschäftsführende Polizeiminister Firoz Cachalia traf sich am 20. Juni in Pretoria mit der Führung der South African Police Service. Er erklärte, die Sicherheitskräfte seien auf die Märsche vorbereitet, während wöchentliche Einsätze zur Überprüfung des legalen Status ausländischer Staatsbürger fortgesetzt würden.
Cachalia bekräftigte, dass das Recht auf friedlichen Protest respektiert werde, Akte von Gewalt oder Einschüchterung jedoch nicht toleriert würden. Die geschäftsführende nationale Polizeikommissarin Puleng Dimpane schloss sich dem an und sagte, die Polizei werde das Gesetz durchsetzen, sollte es gebrochen werden.
Justizministerin Mmamoloko Kubayi bestätigte, dass 5.000 undokumentierte Malawier rückgeführt wurden. In Durban wurde eine neue vorübergehende Bearbeitungsstelle eröffnet, um die Rückführungen abzuwickeln.
Die Gruppe "March and March" hielt am 20. Juni in Kapstadt einen Protest mit etwa 60 Teilnehmern ab. Ein kleinerer Marsch fand bereits am 16. Juni in Sea Point statt.