Der Staatssekretär für Wohnungswesen, Charles Hinga, gab am Mittwoch bekannt, dass gegen ihn in einem Verfahren wegen Missachtung des Gerichts eine Haftstrafe verhängt werden könnte. Er sieht sich mit mehr als 85 Klagen konfrontiert, die größtenteils von einem amtierenden Senator eingereicht wurden, der das Programm für bezahlbaren Wohnraum anficht.
Hinga äußerte sich während einer Stellungnahme zu den juristischen Herausforderungen, vor denen das milliardenschwere Projekt steht. Er erklärte, die Klagen stellten infrage, warum Häuser für einkommensschwache Kenianer gebaut würden.
"Ich verteidige mich in über 85 Verfahren. Heute Morgen hätte ich eigentlich vor Gericht erscheinen sollen, um das Strafmaß wegen Missachtung des Gerichts zu erfahren", sagte Hinga. Er fügte hinzu, dass der beteiligte Senator selbst eine Hypothek besitze, die über 20 Jahre lang von den Steuerzahlern finanziert werde.
Der Staatssekretär verteidigte das Programm und betonte, dass die Häuser für die Kenianer bestimmt seien und als Sicherheit für Bankkredite zum Vermögensaufbau dienen könnten. Er wies darauf hin, dass 97 Prozent der Kenianer trotz verfassungsrechtlicher Schutzbestimmungen kein Wohneigentum besitzen.