Philipp Türmer bleibt Vorsitzender der Jusos

Philipp Türmer wurde beim Juso-Bundeskongress in Mannheim erneut zum Vorsitzenden gewählt. Der 29-Jährige erhielt 66,7 Prozent der Stimmen ohne Gegenkandidaten. Er kritisiert weiterhin Ungleichheiten in der Gesellschaft und Steuern für Erben.

Beim Bundeskongress der Jusos in Mannheim wurde Philipp Türmer, der die SPD-Nachwuchsorganisation seit zwei Jahren leitet, mit 66,7 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Es gab keinen Gegenkandidaten. Der 29-Jährige hat in seiner Amtszeit wiederholt die geringen Steuern für Millionenerben angeprangert und sich kürzlich einem SPD-Mitgliederbegehren gegen geplante Verschärfungen beim Bürgergeld angeschlossen.

In seiner Rede vor den Delegierten attackierte Türmer die Rechtfertigung von Privilegien und Reichtum in der Gesellschaft. Er erhielt dafür anhaltenden Applaus. »Sie reden von Leistungsträgern und meinen damit Menschen, die durch die Arbeit anderer reich geworden sind«, sagte er. Die gesellschaftlichen Konflikte verliefen seiner Ansicht nach zwischen denen, die von ihrer Arbeit leben müssen, und jenen, die »das große Los in der Erbenlotterie gezogen haben«.

Türmer betonte, es sei Aufgabe der SPD, diese Themen wieder in den Fokus der Debatte zu rücken. Dafür reichten kleine Änderungen am Sozialstaat nicht aus. Stattdessen müsse gelten, dass jeder Mensch gleich viel wert sei. Die SPD mache sich überflüssig, wenn sie das nicht zu ihrem Programm mache.

Alle SPD-Mitglieder bis zum 35. Lebensjahr sind automatisch auch Jusos. Der Bundesverband vertritt oft linke Positionen innerhalb des Parteispektrums.

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