Boda-Boda-Betreiber in Vihiga sind am Sonntagabend aus Protest gegen eine Razzia gegen Motorräder mit der Polizei aneinandergeraten. Die Unruhen legten den Verkehr auf der Busia-Kisumu-Schnellstraße lahm. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Demonstranten zu zerstreuen.
Der Verkehr auf der Busia-Kisumu-Schnellstraße kam am Sonntagabend zum Erliegen, nachdem Boda-Boda-Betreiber in Vihiga gegen eine polizeiliche Razzia gegen Motorräder protestiert hatten, die sie als unfair und ohne Rücksprache mit ihrer Führung durchgeführt empfanden. Die Betreiber blockierten Abschnitte der Kisumu-Busia-Straße, legten Feuer und errichteten Barrikaden, was zu langen LKW-Schlangen führte und einen wichtigen Verkehrskorridor im Westen Kenias unterbrach.
Bilder und Videos zeigten eine Eskalation der Lage, bei der Betreiber andere Verkehrsteilnehmer mit Steinen bewarfen. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Gruppe aufzulösen, und Augenzeugen berichteten von Schüssen, was Sicherheitsbedenken für Zivilisten und Beamte aufkommen ließ. Unternehmen in der Stadt Luanda schlossen aus Angst vor Plünderungen vorzeitig.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatte die Polizei noch keine offizielle Erklärung zu den Ausschreitungen abgegeben. Der Boda-Boda-Sektor ernährt Tausende von Jugendlichen im Bezirk Vihiga, war jedoch wiederholt Gegenstand von Kontroversen, darunter das Anzünden eines Matatus durch Betreiber im September 2025 nach einem tödlichen Unfall sowie die Ermordung eines Fahrers bei einer Kundgebung im Februar 2026.