Der ehemalige NHL-Trainer Ralph Krueger hat öffentlich gemacht, dass er an Parkinson leidet. Er erhielt die Diagnose im November 2024, nachdem er kurz nach seinem 65. Geburtstag ein Zittern in den Händen bemerkt hatte. Krueger bleibt aktiv und lässt sich nicht von seiner Erkrankung definieren.
Ralph Krueger, der 65-jährige ehemalige Cheftrainer der Edmonton Oilers und Buffalo Sabres, sprach in einem Interview mit dem Schweizer Nachrichtenportal Watson über seine Parkinson-Erkrankung. Die Symptome begannen zwei bis drei Wochen nach seinem Geburtstag, als seine Hand unerwartet anfing zu zittern. Zunächst führte er dies auf übermäßigen Kaffeekonsum zurück, suchte jedoch zwei Monate später einen Arzt auf und erhielt im November 2024 die Diagnose, wie er gegenüber Watson berichtete. „Ich dachte, es liegt daran, dass ich zu viel Kaffee getrunken habe“, sagte Krueger. „Erst zwei Monate später bin ich zum Arzt gegangen und habe im November 2024 die Diagnose erhalten.“Die erste Zeit nach der Diagnose war für Krueger, der sich selbst als Perfektionisten bezeichnet, eine Herausforderung. Mit der Unterstützung seiner Familie lernte er, die Krankheit als Teil seines Lebens zu akzeptieren, ohne dass sie ihn beherrscht. „Anfangs dreht sich alles nur um das Problem. Man denkt 24 Stunden am Tag daran. Nach und nach habe ich mit der fantastischen Unterstützung der Familie gelernt zu akzeptieren, dass die Krankheit ein Teil von mir ist – aber eben nicht alles“, erklärte er. „Ich verschwende keine Zeit damit, nach dem ‚Warum‘ zu fragen. Seit der Diagnose war ich nie depressiv. Ich habe keine Kontrolle über die Krankheit, aber ich kann kontrollieren, wie ich auf sie reagiere.“Krueger, der heute körperlich aktiver denn je ist, um die Symptome zu bewältigen, hält weiterhin Vorträge über sein vor 25 Jahren erschienenes Buch „Teamlife“. Da vor allem seine linke Seite betroffen ist, kann er als Rechtshänder viele seiner Aktivitäten fortsetzen. Seine Eishockey-Karriere umfasst die Tätigkeit als Trainer der Oilers in der durch den Lockout verkürzten Saison 2013, die Führung der Sabres bis 2021, seine Arbeit als Schweizer Nationaltrainer sowie das Erreichen des Finales beim World Cup of Hockey 2016 mit dem Team Europe, wo sie gegen Kanada verloren.