Rangers holten sich einen 3:1-Sieg gegen Celtic im Old-Firm-Derby der Scottish Premiership und drehten einen Rückstand aus der ersten Halbzeit in Celtic Park um. Das Doppelpack von Youssef Chermiti und ein Treffer von Mikey Moore katapultierten Rangers punktgleich mit ihren Rivalen. Das Ergebnis verstärkt den Druck auf Celtic-Trainer Wilfried Nancy inmitten einer schlechten Formkurve.
Das Spiel, das am Samstag in Glasgow stattfand, begann mit Celtic, das durch einen brillanten Schuss von Yang Hyun-Jun in Führung ging. Der südkoreanische Flügelspieler nahm den Ball etwa 35 Meter vor dem Tor auf, dribbelte in den Strafraum und jagte einen Schuss in den Winkel, was die Dominanz von Celtic in der ersten Halbzeit belohnte. Trotz Chancen, den Vorsprung auszubauen, traf Celtic vor der Pause nicht mehr.
Die zweite Halbzeit brachte einen dramatischen Wandel, als Rangers eine schnelle Wende einleiteten. Mit 0:1 zurückliegend erzielte Youssef Chermiti zwei Tore in schneller Folge und drehte das Spiel um. Später machte der auf Leihbasis vom Tottenham kommende Stürmer Mikey Moore das 3:1 perfekt. Dadurch rückten Rangers auf gleicher Punktzahl mit Celtic auf, drei Punkte hinter den Tabellenführern Hearts, und belebten ihre Titelchancen neu.
In Celtic Park wurde die Stimmung feindselig, als Pfeifkonzert am Ende erklang. Trainer Wilfried Nancy, der direkt in die Katakomben verschwand, steht nun in der Kritik nach sechs Niederlagen in seinen ersten acht Spielen. Die Fans äußerten Frustration nicht nur gegenüber Nancy, sondern auch der Vereinsführung. Sky-Sports-Kommentator Chris Sutton meinte: „Ich wäre überrascht, wenn Wilfried Nancy das übersteht.“
In der Schlussphase drängte Celtic auf eine späte Antwort, wobei Spieler wie Araujo und Tierney den Rangers-Torwart Jack Butland auf die Probe stellten, der entscheidende Paraden machte. Celtic brachte Forrest und Scales ein, Rangers seinen Kapitän James Tavernier. Trotz acht Toren nach der 76. Minute in dieser Saison konnte Celtic die zwei Treffer für ein Unentschieden nicht erzielen.