Noah Wyle, Star des HBO-Max-Ärztedramas The Pitt, berichtete, dass Mediziner die Serie aufgrund ihrer Genauigkeit als sehr aufwühlend empfinden. Erfahrene Ärzte hätten ihm gegenüber geäußert, dass die Sendung sie dazu anrege, über die emotionalen Belastungen ihrer Laufbahn nachzudenken. Der Kinderarzt Dr. Alok Patel bezeichnete sie als die realistischste Arztserie im Fernsehen.
In einem Interview mit Radio Times sprach Noah Wyle über die Wirkung von The Pitt auf medizinisches Fachpersonal. Er sagte: „Ich habe viele erfahrene Ärzte getroffen, und für einige von ihnen ist diese Serie schwer zu ertragen – sogar zu schwer.“ Wyle merkte an, dass sie zu einer seltenen Selbstreflexion über die emotionalen Kosten ihrer Arbeit anrege. Die von R. Scott Gemmill geschaffene Serie wird zwar von Wyle angeführt, ist aber kein Reboot seiner früheren Serie ER. Wyle ließ eigene Erfahrungen einfließen und verriet, dass seine Mutter Krankenschwester war und mit ähnlichen Situationen wie in der Serie konfrontiert wurde. Sie war besonders von der Geschichte über einen Massenanfall von Verletzten in der ersten Staffel betroffen, die schwierige Erinnerungen weckte, über die sie vor dem Ansehen der Serie nie gesprochen hatte. Dies spiegle wider, wie medizinisches Personal oft Traumata unterdrücke, um ihre Pflichten erfüllen zu können. Dr. Alok Patel, Kinderarzt und Co-Moderator des Podcasts zu The Pitt, unterstrich dieses Lob in Kommentaren gegenüber NPR. Er beschrieb The Pitt als das realistischste Arzt-Drama und lobte den Umgang mit ungeschönten Themen, die die Patientenversorgung betreffen. Ohne Details zu verraten, hob Patel eine nachvollziehbare Handlung in der zweiten Staffel hervor, in der es um Arztrechnungen geht. Die Serie fängt auch die emotionale Belastung für Familien ein, etwa in einem Handlungsstrang der ersten Staffel, in dem Kinder mit dem Tod eines Elternteils konfrontiert werden – ein Aspekt, der bei einem Notfallmediziner großen Widerhall fand.