Jeder medizinische Fall in den Episoden von Grey's Anatomy muss auf mindestens einem realen Ereignis beruhen – eine Vorgabe, die ABC den Autoren der Serie auferlegt hat. Die Produzenten Harry Werksman und Eric Buchman bestätigten diese Anforderung in Interviews. Diese Richtlinie hat einige der ungewöhnlichsten Handlungsstränge der Serie geprägt.
Produzent Harry Werksman erklärte die Anweisung des Senders gegenüber Literary Hub: „ABC sagte: ‚Ihr könnt jede medizinische Geschichte erzählen, die ihr wollt, aber es muss mindestens einen dokumentierten Fall davon gegeben haben.‘“ Eric Buchman bestätigte dies im selben Gespräch. Werksman merkte an, dass dies zu Handlungssträngen wie dem Syphilis-Ausbruch durch Krankenschwester Olivia Harper, gespielt von Sarah Utterback, im Seattle Grace Hospital führte, der von einem Fall in New Hampshire inspiriert war. Die Serie zeigte zudem Patienten mit baumartigen Händen und biologische Männer, die schwanger erschienen – allesamt in dokumentierten medizinischen Ereignissen verwurzelt. Executive Producer Zoanne Clack beschrieb den Prozess der Autoren gegenüber Entertainment Weekly und erklärte, sie würden eine Datei mit seltsamen, mysteriösen, unterhaltsamen und interessanten Fällen führen. Diese werden thematisch passend zu den persönlichen Geschichten der Charaktere ausgewählt. „Manchmal entwickeln wir die Episode und jemand sagt: ‚Ich liebe diese bestimmte Geschichte, jetzt versuchen wir, die persönlichen Geschichten um diesen medizinischen Aspekt herum aufzubauen‘“, fügte Clack hinzu. Das Team erhält täglich Updates von medizinischen Forschern zu Entwicklungen in Krankenhäusern, um sicherzustellen, dass die Geschichten auf der Realität basieren. Während echte Ärzte oft Emergency Room – Die Notaufnahme als medizinisch akkurateste Drama-Serie bezeichnen, greift Grey's Anatomy stark auf tatsächliche Fälle zurück, um die Authentizität zu wahren.