In Paris wurden seit Jahresbeginn fünfzehn gerichtliche Ermittlungen wegen sexueller Gewalt eingeleitet, die systemische Versäumnisse bei der Rekrutierung von Nachmittagsbetreuern aufdecken. Die hohe Fluktuation der städtischen Mitarbeiter unterstreicht anhaltende Probleme. Ein spezifischer Fall in Bondy verdeutlicht diese schweren Probleme, die junge Kinder betreffen.
Die Untersuchung deckt eine systemische Fehlfunktion im Bereich der Nachmittagsbetreuung in Paris auf, wo seit Januar 2025 fünfzehn gerichtliche Ermittlungen wegen sexueller Gewalt eingeleitet wurden. Diese Fälle betreffen hauptsächlich Übergriffe auf Kinder aus Kindergarten und Grundschule durch von der Stadt beauftragte Animatoren.
Eine hohe Fluktuation der Mitarbeiter deutet auf wiederkehrende Probleme in Rekrutierungs- und Überwachungsprozessen hin. Beispielsweise erlitt 2021-2022 der dreijährige Sohn von Carole in Bondy, Seine-Saint-Denis, Missbrauch während der Nachmittagsaktivitäten. Die Eltern übergaben das Kind abends, mittwochs und in den Ferien, bis der Junge seiner Mutter in den Osterferien anvertraute: «Damien* hat gegessen, geschlagen, gestoßen und in mein Pipi gebissen.» Damien, der beteiligte Animator, soll diese Handlungen mehrmals im Laufe des Jahres begangen haben.
Nach der Beschwerde der Eltern wurde der Animator sofort suspendiert. Das Kind wurde dann von einer Psychologin der Brigade für Mindererschutz (BPM), einer 70-jährigen Freiwilligen, befragt. Sie stellte eine seltsame Frage: «Hast du Angst, dein Pipi zu verlieren?» Der Dreijährige bejahte, was sie zu dem falschen Schluss eines Kastrationskomplexes führte.
Diese Vorfälle beleuchten Schwachstellen in der Rekrutierung und Ausbildung von Animatoren und setzen Kinder einem erhöhten Risiko aus. Das Pariser Rathaus sieht sich mit einer Zunahme solcher Fälle konfrontiert und fordert dringende Reformen der Praktiken.