Bewohner der ehemaligen Colonia Dignidad bestreiten Blockade von Minvu-Gutachtern

Bewohner von Villa Baviera, ehemals Colonia Dignidad, bestritten, den Zutritt von Beamten des Ministeriums für Wohnen und Städtebau (Minvu) behindert zu haben, die die Immobilien für eine Enteignung bewerten sollten. Die Regierung stellte einen gerichtlichen Antrag zur Betretung des Geländes, das in ein Mahnmal umgewandelt werden soll. Die Gemeinde sagt, sie habe nur Zeit zur Information aller Bewohner gefordert und unterstützt das Mahnmal, fordert aber Berücksichtigung ihrer Rechte als Opfer.

Am Mittwoch versuchten Beamte des Dienstes für Wohnen und Städtebau (Serviu) der Region Maule sowie Gutachter, die ehemaligen Grundstücke von Colonia Dignidad zu betreten, um die für die Enteignung erforderlichen Bewertungen durchzuführen, ein Präsidialmandat aus dem Jahr 2024, das den Standort in ein Mahnmal umwandeln soll. Bei einem Treffen mit 30 Bewohnern wurde ihnen mitgeteilt, dass es keine Genehmigung des Vorstands für den Zutritt gebe, so ein Statement von Minvu.

Daraufhin stellte Serviu einen gerichtlichen Antrag beim Briefgericht von Parral für den Zutritt zum Gelände, mit Bitte um polizeiliche Unterstützung falls nötig und ein Gespräch mit dem Richter zur Information über den Prozess. Die Grundstücke umfassen 117 Hektar auf 91 Parzellen und sechs Polygonen, mehrere als nationale oder historische Denkmäler deklariert. Das erste Polygon umfasst das Haus von Paul Schäfer, das Restaurant, Hotel und Krankenhaus, Orte, an denen während der Diktatur Folter stattfand. Andere umfassen Archivgruben, Verbrennungsflächen, Begräbnisstätten für Verschwundene und Aschedeponien aus der Operation Retiro de Televisores.

Bewohner von Villa Baviera, nun ein Touristenkomplex, bestritten, den Zutritt behindert zu haben. In einer Erklärung hieß es, das Treffen sei mit weniger als drei Stunden Vorankündigung einberufen worden und sie hätten nur einige Tage zur Information der gesamten Gemeinde gefordert. „Es ist nicht wahr, dass ihnen gesagt wurde, es gebe keine Vorstands-Genehmigung für den Zutritt“, hieß es. Sie fügten hinzu, sie widersprächen dem Mahnmal nicht, erkennen den Schmerz der Diktatur-Opfer an, fordern aber, dass ihre Bedürfnisse als Überlebende der Schäfer-Sekte nicht ignoriert werden, wie das Nationale Institut für Menschenrechte vor Monaten anerkannt hat.

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen