Die Ratingagentur S&P Global Ratings hat die staatliche Kreditbewertung Frankreichs am Freitagabend bei A+ mit stabilem Ausblick belassen, einen Monat nach einer unerwarteten Abstufung. Die Entscheidung fällt inmitten angespannter parlamentarischer Haushaltsdebatten. Wirtschaftsminister Roland Lescure nahm die Beibehaltung zur Kenntnis.
Mehr als einen Monat nach der Herabstufung der französischen Bewertung um eine Kerbe am 17. Oktober hat S&P Global Ratings am Freitag, dem 28. November, keine neue formelle Entscheidung über die Zahlungsfähigkeit des Landes getroffen. Die Bewertung bleibt somit bei A+ mit stabilem Ausblick, als Warnung an die von Sébastien Lecornu geführte Regierung inmitten politischer Instabilität und hoher Unsicherheit bezüglich der öffentlichen Finanzen.
Diese Abstufung im Oktober war die zweite von S&P innerhalb von anderthalb Jahren. Die Agentur hatte die politische Instabilität kurz nach der Vorstellung des Haushaltsplans für 2026 hervorgehoben, der das öffentliche Defizit von 5,4 % des BIP im Jahr 2025 auf 4,7 % im Jahr 2026 senken soll, mit dem Ziel unter 3 % bis 2029 in einem Kontext widerstandsfähigen Wachstums. Frankreich steht nun auf gleichem Niveau wie Spanien und Portugal, deren Bewertungen Ende des Sommers heraufgestuft wurden und die zu niedrigeren Kosten leihen.
Wirtschaftsminister Roland Lescure erklärte, er nehme «Akt der Entscheidung von S&P zur Kenntnis, die französische Bewertung bei A+ und den stabilen Ausblick beizubehalten». Im Oktober hatte er die Abstufung bereits anerkannt und das Engagement der Regierung bekräftigt. Éric Dor, Direktor der Wirtschaftsstudien an der IESEG School of Management, merkte an, dass seit Oktober wenig neue Informationen eine Änderung rechtfertigen und es logisch sei, dass S&P auf eine Klärung des Haushalts wartet.
Andere Agenturen haben kürzlich gehandelt: Fitch stuft im September wegen verschlechterter Finanzen herab, während Moody's im Oktober die Bewertung beibehielt, aber den Ausblick auf negativ herabsetzte. Der Senat hat am Donnerstag die Prüfung des Haushalts 2026 begonnen, ohne Gewissheit eines Kompromisses, und der Sozialhaushalt kehrt nach gescheiterter Gemeinsamer Kommission in die Nationalversammlung zurück. Am Dienstag hielt die Europäische Kommission Frankreich für konform mit seinen Defizitreduktionsverpflichtungen, aber mit «erheblicher Unsicherheit» rund um den Haushaltsplan.