Nach der Bekanntgabe des 22-Spieler-Kaders der Tre Kronor für die Fortuna Hockey Games am Dienstag äußerte sich Trainer Sam Hallam zu Fragen bezüglich Nominierungen wie Viggo Björck und Sascha Boumedienne, deren Väter Verbindungen zum Verband haben. Hallam betonte, dass alle Entscheidungen auf Leistung basierten, und wies Vorwürfe von Vetternwirtschaft zurück.
Am Mittwoch erläuterte Sam Hallam das Aufgebot der Tre Kronor für die Fortuna Hockey Games vom 27. April bis zum 3. Mai, das sechs Spieler des kürzlich bei der JVM siegreichen schwedischen Teams umfasst (siehe vorherige Berichterstattung für den vollständigen Kader). Besonders im Fokus stand Verteidiger Viggo Björck, der die U18-Weltmeisterschaft ausgelassen hatte, nun aber nominiert wurde. Hallam, der bereits vor Wochen Gespräche mit Björck geführt hatte, verteidigte seine Pläne selbstbewusst: 'Er ist ein talentierter Spieler, der diesem Niveau gewachsen ist', und verglich ihn mit Stars wie Leo Carlsson und Peter Forsberg.Eine noch schärfere öffentliche Debatte entbrannte um Sascha Boumedienne, den Sohn des General Managers Josef Boumedienne. Hallam fand hierzu klare Worte: 'Es wäre falsch gewesen, Sascha die Chance zu verwehren, nur wegen der Rolle seines Vaters. Dies ist kein Familienunternehmen, dies sind die Tre Kronor.' Er betonte, dass sich Boumedienne seinen Platz durch seine sportliche Leistung verdient habe.Hallam wies zudem darauf hin, dass auch Björcks Vater für den Verband arbeitet, und unterstrich die transparente Kommunikation in solchen Fällen. Die Debatte verdeutlicht die Spannungen zwischen Leistungsprinzip und persönlichen Beziehungen im schwedischen Eishockey.