Der französische Senat hat am Dienstag, dem 25. November 2025, die Aussetzung der Rentenreform im Sozialversicherungshaushalt mit 190 zu 108 Stimmen abgelehnt. Dieser Schritt signalisiert Uneinigkeit mit der großen Zugeständnis des Premierministers Sébastien Lecornu an die Sozialisten. Die Nationalversammlung könnte die Maßnahme später wieder einführen, was parlamentarische Kompromisse behindern könnte.
Der vom rechten Spektrum dominierte Senat lehnte eine Verschiebung der sogenannten „Borne“-Reform auf Januar 2028 ab, die das gesetzliche Rentenalter auf 64 Jahre anhebt. Diese Reform ist im Finanzierungsgesetz für die Sozialversicherung 2026 enthalten. Die Ablehnung durch den Senat unterstreicht die Spannungen zwischen den beiden Parlamentskammern zu diesem Haushalt.
Am selben Tag zuvor stellten die Senatoren das Einfrieren der Renten für 2026 wieder her, außer für die unter 1.400 Euro, die weiterhin an die Inflation gekoppelt bleiben. Die Nationalversammlung hatte diese Regelung zuvor gestrichen. Die Regierung gab eine „Sagesse“-Meinung zu der Maßnahme ab – weder Unterstützung noch Ablehnung –, während Arbeitsminister Jean-Pierre Farandou sie „grundsätzlich“ begrüßte.
Die Abstimmung ist nicht endgültig: Der Haushalt kehrt bald zur Nationalversammlung zurück. Fehlende Kompromisse könnten die endgültige Verabschiedung des Gesetzes gefährden, inmitten angespannter Haushaltsverhandlungen zwischen Mehrheit und Opposition.