Der nationale Polizeikommissar Fannie Masemola und 12 weitere Beamte des South African Police Service (SAPS) müssen am 13. Mai vor dem Amtsgericht in Pretoria wegen Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit dem 360-Millionen-Rand-Vertrag von Medicare24 erscheinen, nachdem es bereits zuvor zu Verhaftungen in diesem Fall gekommen war.
Die Madlanga-Untersuchungskommission zur mutmaßlichen Unterwanderung der Polizei durch das sogenannte „Big Five“-Kartell hat zu zahlreichen Festnahmen hochrangiger Polizeibeamter geführt. Am 13. Mai werden Masemola und 12 weitere SAPS-Beamte mit Anklagen konfrontiert, die mit dem skandalumwitterten Medicare24-Vertrag in Verbindung stehen, der im Juni 2024 vergeben wurde.
Die Gruppe, zu der auch Vusimuzi „Cat“ Matlala und James Murray gehören, wird wegen Korruption, Betrugs und Verstößen gegen das Gesetz über das öffentliche Finanzmanagement (Public Finance Management Act) angeklagt. Der Vertrag wurde später gekündigt, nachdem bereits mehr als 50 Millionen Rand ausgezahlt worden waren.
Dies folgt auf die Verhaftung von 12 SAPS-Beamten im März 2026 im Zusammenhang mit derselben Ausschreibung. Weitere Festnahmen umfassen jene von Feroz Khan von der Kriminalpolizei und Generalmajor Ebrahim Kadwa am 10. Mai wegen des mutmaßlich illegalen Besitzes von Edelmetallen. Auch der suspendierte stellvertretende Chef der Ekurhuleni Metro Police, Julius Mkhwanazi, erschien am 20. April vor Gericht.
Die Aussagen vor der Kommission haben eine mutmaßliche Unterwanderung der Strafverfolgungsbehörden und politischer Kreise durch das „Big Five“-Drogenkartell detailliert dargelegt.