Präsidentschaftskandidat Sergio Fajardo prangerte in einem Interview mit LA NACIÓN die Polarisierung zwischen Petro und Uribe als das Hauptproblem Kolumbiens an. Er kritisierte die Politik des „Paz Total“ und schlug Lösungen für die Sicherheit in Huila sowie die Gesundheitskrise vor. Weniger als zwei Monate vor den Wahlen betonte Fajardo, dass die Konfrontation durchbrochen werden müsse, um Fortschritte zu erzielen.
Sergio Fajardo, ehemaliger Bürgermeister von Medellín und Gouverneur von Antioquia, bezeichnete die politische Polarisierung in einem Interview mit LA NACIÓN als die größte Herausforderung Kolumbiens. „Das Departement Huila wird vorankommen, wenn wir die Petro-Uribe-Konfrontation aufbrechen“, erklärte er und verglich die Spaltungen mit den Akteuren Paloma und Cepeda. Er sagte, dieser Konflikt schüre Angst, Wut und Unsicherheit und blockiere Lösungen.
Zur Sicherheit in Huila forderte Fajardo ein Ende des „Paz Total“ und bezeichnete die Politik als chaotisch, da sie die Armee zurückziehe und es Gruppen wie dem Clan del Golfo und der ELN ermögliche, sich auszubreiten. Er schlug vor, die öffentlichen Sicherheitskräfte zu stärken und die Erpressung zu bekämpfen, die sowohl ländliche als auch städtische Gebiete plagt. „Ohne öffentliche Gewalt kann kein Frieden geschaffen werden“, sagte er.
Für den Gesundheitssektor plant er einen präsidialen Kommandostab, der EPS, Krankenhäuser und Pharmaunternehmen zusammenbringen, bei der Nueva EPS intervenieren und die Medikamentenversorgung innerhalb von 100 Tagen sichern soll. Er nannte zudem fiskalische und energetische Krisen sowie Korruption als weitere nationale Probleme.
Mit fast 70 Jahren sieht Fajardo, der für die Partei Dignidad & Compromiso antritt, seine Kampagne als Kampf David gegen Goliath. Er setzt auf eine digitale Strategie, um Huila zu erreichen und begrüßt lokale Persönlichkeiten wie Rodrigo Lara Sánchez.