Nach den Kongresswahlen Kolumbiens im März 2026 haben sich die Kandidaturen für das Präsidentschaftsrennen gefestigt, wobei Paloma Valencia von Centro Democrático – im Dezember 2025 ausgewählt – als führende Mitte-rechts-Kandidatin gegen Abelardo de la Espriella und Iván Cepeda antritt. Die Landschaft ist geprägt von tiefer Polarisierung, dem Bedarf an Allianzen, politischer Gewalt und Debatten über die Exekutiverfahrung der Kandidaten inmitten drohender Krisen.
Die Kongresswahlen in Kolumbien am 8. März 2026 markierten einen entscheidenden Schritt hin zur Präsidentschaftswahl und klärten das Feld trotz fragmentierter Wahlzettel. Senatorin Paloma Valencia, von Centro Democrático (Uribismo) im Dezember 2025 als Kandidatin gewählt, gilt nun als Hauptgegnerin der rechtsgerichteten Figur Abelardo de la Espriella und des Linken Iván Cepeda vom Pacto Histórico. Umfragen begünstigen Valencia und de la Espriella in potenziellen Duellen gegen den Pacto Histórico. Der Wahlkampf wurde von intensiver Polarisierung in den sozialen Medien, persönlichen Angriffen und Gewalt überschattet, einschließlich der Ermordung des Senators Miguel Turbay Uribe. Kritiker stellen fest, dass weder Valencia noch de la Espriella über Exekutiverfahrung verfügen, was Bedenken hinsichtlich der Bewältigung von Problemen wie potenziellen sozialen Unruhen oder Aufständen schürt. Der ehemalige Bürgermeister von Bogotá Enrique Peñalosa, der für seine administrative Bilanz gelobt wird, konnte sich nicht durchsetzen. Zu den Vizepräsidentschaftsaussichten gehören José Manuel Restrepo Abondano, ehemaliger Finanzminister, für de la Espriella; Juan Daniel Oviedo als potenzieller Kandidat für Valencia; und Aída Quilcué, die Cepeda unterstützt. Beobachter sehen einen entstehenden Bipartismus zwischen dem linkspopulistischen Pacto Histórico und dem pragmatischen Mitte-rechten Centro Democrático. Mit dem nahenden ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahl rückt die Parteieinheit, konkrete Vorschläge, strategische Allianzen und Rechenschaftspflicht in den Vordergrund, um Rhetorik in Handeln umzusetzen inmitten des Wettstreits um Ressourcen.