Angesichts der bevorstehenden Legislativwahlen in Kolumbien fordert die Kolumnistin Rosa María Agudelo einen starken, fachkundigen und pluralen Kongress, um die Gewaltenteilung zu wahren und einen rigorosen Diskurs zu fördern.
In ihrer am 28. Februar 2026 veröffentlichten Kolumne betont Rosa María Agudelo die Bedeutung der Kongresswahlen in Kolumbien, die in acht Tagen stattfinden. Sie beschreibt diese Abstimmung als entscheidend für die Aufrechterhaltung des Machtgleichgewichts im Land. Agudelo berichtet, dass sie diese Woche eine Debatte im Rahmen der Agenda Regional moderiert hat, mit dreißig Kandidaten aus verschiedenen ideologischen Lagern. Die Säle waren gesteckt voll, und soziale Medien verstärkten jede Intervention. Sie nennt es ein echtes demokratisches Exercitium, bei dem Kandidaten Ideen debattierten, strenge technische Fragen aus der Wissenschaft beantworteten und von unvoreingenommener Medienberichterstattung begleitet wurden. Bürger nahmen sich Zeit, Vorschläge und Hintergründe zu bewerten. Sie tritt für einen Kongress ein, der der Exekutive ein Forum bietet, Reformen vorzulegen, während er strenge Kontrolle gewährleistet und sich gegen automatische Zustimmungen oder unverantwortliche Blockaden wendet. Unabhängig vom Ausgang der Präsidentschaftswahl plädiert Agudelo für einen deliberativen legislativem Block oder eine verantwortungsvolle Opposition. Der Kongress, so betont sie, dürfe weder als Regierungsnotar noch als Sabotagehochburg dienen. Agudelo hebt hervor, dass Vielfalt in Regionen, Produktionssektoren und gesellschaftlichen Visionen eine Stärke ist, die dauerhafte Konsense ermöglicht und Exzesse korrigiert. Die informierte Wahl, schließt sie, stärkt die Republik und sichert die Demokratie.