Scharfe JO-Kritik an der Psychiatrie am Sahlgrenska

Die Justitieombudsmannen hat nach Besuchen in fünf Abteilungen scharfe Kritik an der Erwachsenenpsychiatrie am Sahlgrenska Universitetssjukhuset in Göteborg geübt. Patienten schlafen in Korridoren und es kommt zu wiederholter Zwangsmedikation, was Bedenken weckt. Politiker fordern Maßnahmen, und die Moderaten schlagen eine Krisenkommission für die Psychiatrie der Region vor.

Die Spannungen rund um die geschlossene Erwachsenenpsychiatrie am Sahlgrenska Universitetssjukhuset sind in den letzten Monaten hoch gewesen. Ende Dezember besuchte die Justitieombudsmannen (JO) fünf Abteilungen und stellte überall mehr Patienten als verfügbare Betten fest. Mehrere Patienten mussten auf Betten in Korridoren oder Gemeinschaftsräumen schlafen. Die Einrichtungen der geriatrischen Psychiatrieabteilung wurden als schlecht für ältere Menschen angepasst und heruntergekommen beschrieben, sodass die Versorgung weder gut noch sicher ist. Die JO äußerte Bedenken hinsichtlich wiederholter Zwangsmedikation oder Fixierung von Patienten gegen ihren Willen, manchmal über mehrere Tage hinweg. Im vergangenen Monat haben mehrere Führungskräfte ihre Positionen verlassen, darunter der kommissarische Leiter des Psychiatriebereichs. Politiker in der Krankenhausführung haben Schock über die Kritik geäußert, insbesondere bezüglich der Zwangsmaßnahmen, und fordern deren Reduzierung. Das Personal hat lange vor den Folgen der Kürzungen gewarnt. Die Anzahl der Psychiatriebetten ist über mehrere Jahre gesunken, insbesondere 2024 im Rahmen großer Sparkuren. Hanna Kataoka, Oberärztin in der Psychiatrie und Vorsitzende des Ärztlichen Vereins am Krankenhaus, sagt: „Wenn man die Psychiatrie abbaut, hat man ernsthafte Konsequenzen. Ich bin schockiert, dass dieselben Politiker, die über Kürzungen in der psychiatrischen Versorgung entscheiden, entsetzt sind über den Zustand.“ Sie verknüpft Zwangsbehandlung mit Ressourcenmangel und sich verschlechternden ambulanten Diensten, die zu akuten Verschlechterungen bei Patienten führen. Die Moderaten wollen eine Krisenkommission für die Psychiatrie im gesamten Västra Götalandsregionen einsetzen, um Ursachen zu untersuchen und Maßnahmen vorzuschlagen, mit externer Überprüfung. Die rot-grüne Führung verweist auf ihren bestehenden Aktionsplan. Regionalrätin Carina Örgård (V) kommentiert: „Was in der Kritik beschrieben wird, ist schrecklich. Aber wir sind in allen Teilen der Psychiatrie voll engagiert. Wir haben keinen Grund, von vorne zu beginnen.“ Lars Holmin (M), stellvertretender Vorsitzender des Regionalrats, betont die Notwendigkeit einer gemeinsamen Übersicht. Am Sahlgrenska wird die Anzahl der Betten in der Erwachsenenpsychiatrie um 11 erhöht. Kataoka fordert eine breite und tiefe Untersuchung: „Es muss eine Untersuchung geben, die sowohl breit als auch tief ist. Das eine schließt das andere nicht aus. Das darf keine halbe Sache werden.“

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