Der Generalsekretär der Orange Democratic Movement (ODM), Edwin Sifuna, wehrt sich sowohl juristisch als auch politisch gegen die Entscheidung des National Executive Committee (NEC), ihn seines Amtes zu entheben. Die Partei wirft ihm einen Verstoß gegen die Disziplin vor, unter anderem durch Kritik am Abkommen zwischen der ODM und der UDA sowie die Teilnahme an Aktivitäten ohne Genehmigung. Er hat bis zum 8. April Zeit, schriftlich zu antworten, und muss am 10. April vor einem Ausschuss erscheinen.
Die Spannungen zwischen der ODM und Sifuna haben sich verschärft, nachdem das NEC ihn angewiesen hat, sich zu Vorwürfen wegen Disziplinarverstößen zu erklären. In einem Brief vom April 2026 der nationalen Vorsitzenden Gladys Wanga wird Sifuna vorgeworfen, sich gegen Parteibeschlüsse gestellt, widersprüchliche öffentliche Erklärungen abgegeben und wichtige Sitzungen verpasst zu haben. Im Kern geht es um seine Behauptungen, dass die Zusammenarbeit zwischen ODM und UDA "tot" sei, sowie um seine Beteiligung an der "Linda Mwananchi"-Initiative ohne vorherige Erlaubnis. Die Partei erklärt, dass diese Handlungen die Einheit und die institutionellen Strukturen untergraben. Er muss bis zum 8. April schriftlich antworten und am 10. April vor dem Disziplinarausschuss erscheinen. Als Anwalt hat Sifuna durch seinen Rechtsbeistand Isaac Okero die Entscheidung unter Berufung auf Artikel 88 der ODM-Verfassung verurteilt. Er wandte sich zunächst an das Political Parties Disputes Tribunal, wurde jedoch angewiesen, interne Verfahren zu nutzen. Dies verzögert eine mögliche Amtsenthebung. Analysten wie Rachael Omollo geben an, dass der Prozess Sifuna als isoliert in den internen Konflikten der ODM darstellen könnte. Oburu Oginga betonte die Notwendigkeit der Einheit, während Professor Makau Mutua Sifuna als "wandelnden Toten" bezeichnete. Der Streit beeinträchtigt die Vorbereitungen auf die Wahlen 2027.